Bauhaus-Universität Weimar

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In der Literatur begegnen wir einer Mittheilung von 
L. Kono waloff*), der das Maximum der Verdauungskralt 
des reinen Hundemagensaftes und verschiedener . käuflichen 
Präparate bestimmt hat; nach seinen Angaben ubertrifft das 
erste alle übrigen stark. Die Ursache dessen liegt meiner 
Ansicht nach nicht nur darin, dass der normale Magensaft 
N—von künstlichem in hohem Grade verschieden ist, sondern 
auch darin, dass die käuflichen Pepsinpräparate nicht vom 
Hunde stammen. Man muss noch also die künstlichen Hunde¬ 
pepsinpräparate mit dem natürlichen Hundemagensafte mit 
einandei \eigleichen, um sicher schliessen zu können, oh die 
künstliche Pepsindarstellung einen ungünstigen Einfluss auf 
seine Verdauungskraft haben kanni 
Sonderbar erscheint die in allen obigen Tabellen hervor¬ 
tretende Thatsache, dass die verschiedenen Säuren iii ihrer 
Fähigkeit, die Pepsinverdauung zu befördern, sich nicht ihrer '* 
Stärke nach geordnet haben ; eine so starke Säure, wie z. B. 
die Schwefelsäure, gehört zu den am schwächsten wirkenden. 
Diese Thatsache wurde bereits früher beobachtet und während 
man bis jetzt die günstigste Wirkung der Salzsäure zuge¬ 
schrieben hat, so geht aus den obigen Versuchen hervor, dass 
die Oxalsäure am günstigsten wirkt. 
Um mich noch sicherer davon zu überzeugen, habe ich 
in dieser Richtung einige speeielle Versuche angestellt. Zwei 
Vio genau bei Anwendung von Lackmustinktur frisch vor¬ 
bereitete Lösungen von beiden Säuren wurden in Bezug auf 
ihre Wirkung bei der Verdauung mit einander verglichen. 
Bei der Anwendung von Garminfibrin und je 2 Tropfen vom 
Hundepepsin ergaben sich bei der Temperatur von 15° C. 
folgende Resultate: 
Bezeichnung tier 
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Säure. 
Nach 3 Mîd. : Nach 5 Min. 
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1 
Nach 2 St. 
Nach :< st. 
Sach 4 st. .V» M. 
Oxalsäure. . . . 
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f.v. 
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Salzsäure .... 
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f. V. 
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') Die käuflichen Pepsinpräparate im Vergleiche mit normalem 
Magensafte. Inaug.-Diss. St. Petersburg,
        

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