Bauhaus-Universität Weimar

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Säuren und Alkalien lösen. Es schmilzt hei 215° unter Bräu¬ 
nung und Entwicklung von Dämpfen. 
0,0747 gr. Substanz gaben 0,1560 gr. CO, 
= '6,lo% H. 
B e r e e h n e t f fi r 
CioHlsO,XS: 
C 56,87 °|ö. 
H 6,16 » 
56,95 °|0C und 0,0414 gr. H,0 
Gefunden : 
56,95 °|0. • 
6,15 » 
Beim Kochen von Benzylcystëin mit Natronlauge wird 
Ammoniak entwickelt ; beim Erwärmen mit alkalischer Lösung 
von Kupferoxyd scheidet sich gelbes Kupfemiercaptid des 
Benzylmercaptans aus. Die Zersetzung erfolgt also ganz gleich, 
wie die des Aethylcystëins (vergl. Brenzinger loc. cit.) und 
die,der Mercaptursäuren (vergl. Baumann und Preusse, 
Berichte d. deutsch, ehern. Gesellschaft, Bd. 12, S. 806). 
Die Verwendung des Benzylchlorids zur Substitution der 
SH-Gruppe in Mercaptanen oder Mercaptanderivaten hat sich 
auch bei vielen ähnlichen Reactionen bewährt. Der Vortheil, 
den diese Reaction darbietet, besteht im Wesentlichen darin, 
dass sie schon bei gewöhnlicher Temperatur und in kurzer 
Zeit erfolgt, so dass man schwefelhaltige Körper benzyliren 
kann, die schon bei schwachem Erwärmen mit Natronlauge 
Schwefel abspalten. Die Reaction hat auch vorzügliche Dienste 
geleistet bei der Isolirung der Spaltungsproducte der Horn- 
substanz, die lockeren Schwefel oder genauer eine SH«*Gruppe 
enthalten. (Siehe die folgende Arbeit.)
        

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