Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Verdaulichkeit der in den vegetabilischen Futtermitteln enthaltenen Pentosane
Person:
Weiske, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17045/9/
41)7 
Auch bei diesem Fütterungsversuche mit Kaninchen 
stimmen die Verdauungscoöfficienten für die Pentosane an¬ 
nähernd überein und betragen im Mittel 53,81 Die im 
Hafer enthaltenen Pentosane scheinen demnach, ein ungefähr 
gleiches Verdauungsvermögen bei Schaf und Kaninchen voraus¬ 
gesetzt, etwas weniger verdaulich zu sein, als diejenigen des 
Wiesenheus. 
Wennschon nun aus diesen Versuchen mit Bestimmtheit 
angenommen werden kann, das ein grosser Theil der im Futter 
der Ilerbivoren enthaltenen Pentosane im Körper dieser 
Tliiere zur Verdauung und Resorption gelangt, so darf doch 
daraus noch nicht mit der gleichen Bestimmtheit geschlossen 
werden, dass dieser in den Faces nicht wieder erscheinende 
Antheil auch thatsächlich als Nahrungsstoff zur vollen Ver- 
werthung im Körper kommt. Denn wie bereits früher hervor- 
gehoben wurde, hat man auch im Harn Pentosen nach¬ 
gewiesen'), und ausserdem wäre es nicht ausgeschlossen, (lass 
ähnlich wie bei der Cellulose des Futters ein Theil im Darm 
durch Mikroorganismen in minderwerthige oder werthlose 
Pioducte zerfällt, so dass auch hierdurch der Nährwerth dieses 
Fuilerbeslandfheiles eventl. mehr oder weniger herabgedrückt 
werden könnte. 
Thierchemisches Institut der Universität Breslau, 
im März 1895. 
*) Die von uns wiederholt vorgenoinmenen Prüfungen des Harns 
von Schafen und Kaninchen ergaben bei Heu- und Haferfütteriing aller- 
'Üugs meist nur schwache Pentosan- resp. Furfurol-Heaction, aus denen 
geschlossen werden konnte, dass der Harn in diesen Fällen nur sehr 
wenig furfurolliefernde Substanzen enthielt.
        

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