Bauhaus-Universität Weimar

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Ein Fall von perniciöser Anämie weist nur 0,000 #/0 
Konatin auf bei einem Cesammteisenbesland der Leber von 
(>.0513 °/0 Fe = etwa 0,2 °/0 der Trockensubstanz,. ' ; 
Von acuten Krankheiten standen mir eigentlich nur 
labern von Kindern zur Verfügung, die an Diphtherie, bezw. 
Brechdurchfall gestorben waren. Es lässt sich hier ein director 
Einfluss der Krankheit auf den Ferratingehalt nicht gleich- 
massig nach weisen. 
Im Allgemeinen war derselbe besonders gering bei schlecht 
•«•nährten, atrophischen Kindern. 
Es ist ja immerhin zu vermuthen, dass die bei dem 
Blut körperchenzerfall abgeschiedenen Eisenkörnchen in andere 
organische Verbindungen übergeführt und so dem Körper als 
Blutbildungsmaterial wieder zugeführt werden, soweit sie 
nicht durch die Galle eliminirt werden. (Vergh die Versuche 
von 11. Quincke, Minkowski und N.aunyn 1. c.) 
Von II. Quincke’) ist bereits constatât,, dass (he Leber 
bi i Thieren, denen wiederholte grosse Blutentziehungen ge¬ 
macht wurden, schon makroskopisch blass ausgehend, mit 
Schwefelammon keine Fe-Reaction, keine. Spur von Grün- 
taibung gab. Das gleiche Resultat erhielt Schmied ehe rg*) 
bei einem Iluiide, den er 2 Monate lang nur mit reiner Milch 
fütterte und dem er obendrein in jedem Monate je 150 ebem. 
Blut entzog. (Letzterer schliesst daraus, dass das Ferratin 
aus der Leber fast völlig verschwunden und zur Blutbildung 
verbraucht worden sei. Vergleiche auch meine oben mit— 
etheilten Fälle). 
Auch sonst scheint aus meinen Resultaten hervorzu¬ 
gehen, dass der Ferratingehalt der Leber mit dem allgemeinen 
Ernährungszustand zusammenhängt. Lange dauernde, er¬ 
schöpfende Krankheiten vermindern den Bestand der Leber 
an blutbildendem Material. (Vergl. No. 28, 31, 32, 33, 34, 35). 
Verständlich ist der geringe Ferratingehalt, wenn man 
bedenkt, dass auch beim hungernden Thiere bedeutende 
» 
') H. Quincke. Zur Physiolog. und Pathol, des« Blutes, 8: HU. 
-) L. c.. S. 10. 
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