Bauhaus-Universität Weimar

Ueber Cadaverin und Cholin aus faulem Pferdefleisch. 
Von . , 
Dr. Wl. Gulewitsch. . 
iMed.-cliemischoB Laboratorium zu Moskau.) 
(Dor Hodactiou zuKcgangeu am 17. October 18ÎM.) 
Bei einer Untersuchung über Ptomatine’), welche in 
hiesigem medicinisch-chemischen Laboratorium ausgeführt 
wurde, blieb ein grosser Vorrath von unreinem Cadaverin- 
,|iieiksilborchloriddoppelsalz. Da bis heut zu Tage es, meines 
Wissens, nocli keine ausführlichere Beschreibung der Eigen- 
.(halten dieses Doppelsatzes gibt, so glaubte ich, dass seine 
genauere Untersuchung nicht überflüssig sein würde. Be¬ 
wilders hatte ich die Absicht, zu erforschen, oh ausser der 
von Bocklisch’) beschriebenen Verbindung des Cadaverins 
mil 4 Mol. HgCl, hier noch Verbindungen mit anderem, 
namentlich minderen Quecksilbergehalte zu isoliren waren; 
dies war um so interessanter, da bekanntlich die Cadaverin- 
verhindung stets mit 4- Mol. HgCl, erhalten wurde, während 
das Pentamethylendiamin eine solche mit 3 Mol. HgCl, gab, und 
,-S mir später Ladenburg5) gelungen war, die Verbindung des 
Pentamethylendiamins mit 4 Mol. HgCl, darzustellen. Ausser¬ 
dem, sobald ich die Quecksilberverbindung des Cadaverins 
Imite, dessen Isolirung aus Fäulnissproducten so mühsam und 
* i 
') Ich ziehe vor, den Ausdruck «l’tomatin» anzuwemlen, welcher 
- patuinatisch richtiger ist, als der Name « Ptomain ». 
*1 Oscar Bocklisch. Krieger’s Untersuchungen über Ptomaine. 
1'i'ter Theil, 18*6, S. 50. 
:j A. La den bürg. Ber. d. «1. ehern. Gesellschaft, Bd. XX, -S. i*2D».
        

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