Bauhaus-Universität Weimar

Ein Fall von Alkaptonurie. 
Vom 
’»'• H. V. Ogdeu, prakf. Arzt in MiIwa 11 k.*♦» (Wisconsin; 
I>*r ltaiartion zuijegangpii am 1«;. September is«n.) 
Del- Fall von Alkaptonufie, von dem hier die Keile i-i 
wurde im Juli 1890 entdeckt, und im Herbst desselben Jahn, 
•lern Mil. Med. Verein als solcher unterbreitet. Der l'alien 
war zu jener Zeit ein gesunder Mann von 45 Jahren. Sein, 
FJlrrn und tiesrhwister sind alle todt und soweit ilun bckuiml 
isl, hat keiner derselben je Alkaptonurie gezeigt; aber sein, 
Aussage, diesen Punkt betreffend, füllt nicht sehr ins (lewirhi 
da er nicht wusste, dass sein eigener Harn irgend chva 
Auffallendes hot, ehe ich ihn davon in Kenntniss setzte. 
Bis vor einem Jahre führte der Patient eine vorwic-,-,, 
silzende Lebensweise; er war nie ernsthaft krank, und i,n 
Ausnahme gelegentlicher Anfälle von Dyspepsia oder Supra- 
orbital-Neuralgie war er immer gesund. Die allgemein, 
Charakteristik und die Iteactiouen des Harns, welcher ni, 
Eiwrass enthielt, waren die des Alkaptonliarnes, nämlich: 
Allmäliges Dunkelwerden, wenn er dem Lichte und dn 
Lull ausgesetzt wird; schnelles Dunkelwerden auf Zusatz ein, - 
Alkalis, wobei die Verfärbung an der Oberfläche beginn! 
Deduction alkalischer Kupferlösung beim Erwärmen: augen¬ 
blickliche Deduction ammoniakalischer Silberlösung in d.-t 
Källe, das Misslingen der fiährungsversuche und optisch, 
Inat-I i vit(\t- 
lm •luiiuar 1801 machte ich einige Experimente, um d.-n 
Einfluss der Dial und gewisser Arzneien au? das Reduction- 
M imngen des Harnes testzustellen. Die angewandten Amn i' i 
warnt Gallussäure, Tannin und Benzoesäure. Diese wm i n
        

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