Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Verhalten einiger Chinolinderivate im thierischen Organismus
Person:
Cohn, Rudolf
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17018/4/
Bisher hatte ich also nur geringe Mengen harzartiger 
.Substanzen erhalten, aus denen sich keine krystatlimsehon 
Cliinolinderivate gewinnen Hessen. In der Meinung, dass 
virilricht basische, in Aether unlösliche Substanzen vorhanden 
•» . - 
-vim, neutralisirte ich die nach dem letzten Ausschütteln mit 
Arth« r lvstireiide essigsaure Lösung mittelst NatC03, dampft«* 
ein. « xtrahirte mit Alkohol, löste den Rückstand «1er Alkohol- 
(xtiacte in Wasser, lallte vollständig mit NH5 und Bleiessig 
aie. entbleite das Filtrat mit ll«SOt und füllte das Filtrat 
» 
hiervon mit einer Lösung von QuecksilherjodidjodkaliunV; es 
entstand dabei ein nur sehr massiger, flockiger Niederschlag. 
Lin Ueberscliuss des Fällungsmittels musste vermieden werden, 
da sich der Niederschlag darin wieder aufzulösen schien ; der- 
h Ihr wurde abfiltrirt und getrocknet. 
Del durch NH, und Bleiessig erhaltene Niederschlag 
wurde mit Na2CG3 zur Trockne eingedampft, mit Alkohol 
«■xirahirt und der Alkohol abdestillirt; es blieb eine grosse 
.Menge eines dickflüssigen Rückstandes. . 
Ra aus den durch die verschiedenen Opérai ions verfahren 
erhaltenen Rückständen mir die Darstellung eines eharacterisir- 
.baren Ghinolindorivates nicht gelang und überhaupt aussichts- 
I".' erschien, so glaubte ich mich darauf beschränken zu sollen, 
den Nachweis zu führen, ob denn überbaupl ein Chinolin- 
di-i'ivat in den Harn übergegangen sei. Um dies mit Sicher- 
L*'it entscheiden zu können, unterwarf ich die einzelnen Rück¬ 
stände gesondert der Destillation mit Zinkstaub und suchte 
in den Destillaten das eventuell übergegangene Chinolin nacli- 
zmvoisen. 
Diese Methode scheint mir für den Harn einer grösseren 
Verallgemeinerung fähig zu sein, um z. B. die Entscheidung 
darüber zu bringen, ob ringförmige Substanzen einer Zer- 
'ü.M'img im Tiiierkörper anheimfallen oder nicht, was durchaus 
rech nicht mit genügender Sicherheit bis jetzt nachgewiesen ist. 
Ich verfuhr in folgender Weise: 
I. her krystallinische lUirkstaml aus schwefelsaurer. Lö
    

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.