Bauhaus-Universität Weimar

Ueber die Bestimmung des Chlors im Harn. 
Von. 
E. Bödtker. 
(Dfr Redaction zugegangeii am 1. Juli lS'.M.) 
Vron den zahlreichen in Vorschlag gebrachten. Methoden 
zur maassanalytischen Bestimmung des Chlors im Harn durfte 
-.ginwartig diejenige von Volhard-Falk die allgemeinste 
Anwendung gefunden haben. Die Untersuchungen von 
ti. Arnold1) und E. Salkowski*) haben auch ergeben, 
dass diese Methode bei zweckmassiger Anpassung genaue 
Kesultate ermitteln lasst. 
Ausserdem besitzen wir in der Chlortitrirung mit der 
A.'die des Ilarns nach dem Mohr’sehen Principe, wie Neu- 
l»auer3) und insbesondere Salkowski4) gewiesen haben, 
• in sehr genaues Verfahren. Die directe Chlörtitrirung im. 
Harn nach Mohr liefert bekanntlich zu hohe Werthe, weil 
«lie irn Harn vorhandenen organischen Substanzen auch mit 
Silbernitrat reagiren, und der Harn ausserdem, wie Sal¬ 
kowski5) gezeigt hat, Körper zu enthalten scheint, die die 
Kndreaction hinausschieben, wahrscheinlich lösend auf Siiber- 
diromat wirken. 
') Diese Zeitschrift, Bd. 4, S. 81. 
*) Ebenda, Bd. 5, S. 285. 
. A) Neubauer und Vogel, Aut. zur quai. u. quant, Analyse des 
Muns (filtere Auflage). 
4) Diese Zeitschrift, Bd. 1, S. 16, Bd. 2, S. Bd. 5, S. 285. 
’) Ebenda, Bd. 5, ’S. 287. 
Zeitschrift für pliyniologiBche Chemie. XX.
        

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