Bauhaus-Universität Weimar

Zur Bestimmung des Cystins im Harn. 
Voll 
Dr. rued. Peter Norisso» (aus I* e I c Vs h u r g*. 
(Aus dem Laboratorium von Professor Hau manu i« Kreiburn i. 15.) 
(Der Ibdactiou zuKCfjanpon am 5. Mai 1W>4.) 
Vor einiger Zeit hat Brenz in gor’) gezeigt, dass das 
salzsaure Cystëin mit Quecksilberchlorid in wässeriger Lösung 
eine fast ganz unlösliche krystallinrsehe Verbindung gibt, in 
welcher 3 Mol. Quecksilberchlorid mit 2 Mol. Cystöin unter Ab*- 
Spaltung freier Salzsäure zusammengetreten sind. B r eh z i ifge r 
schreibt dieser Verbindung die Formel 2 (CJLNSO,) + fUIgCI, 
zu, bemerkt aber, dass sie beim Auswaschen mit Wasser Salz¬ 
säure und Quecksilberchlorid verliere, wesslialb die Analyst* 
keine gut stimmenden Werthe geliefert hat. Beim Trocknen 
im Vacuum und über Schwefelsäure wird gleichfalls Salzsäure 
(7—8 °/0) abgegeben. 
Die geringe Löslichkeit dieser Substanz in Wasser und 
der Umstand, dass sie aus schwach salzsaurer Losung ebenso 
vollständig als aus der säurefreien Lösung ausgefällt wird, 
sprachen dafür, dass sie für dit; Abscheidung des im Cystin¬ 
harn gelösten Cystins verwerthet werden könne, wofür eine 
’) Diese Zeitschrift, IM. 10, s. 557.
        

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