Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die giftige Wirkung des Diamids, des Dibenzoyldiamids und über das Vorkommen des Allantoins im Harn
Person:
Borissow, Peter
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17000/5/
welche* beim Eindampfen des Harns auf ein kleines Volumen 
direct auskrystallisirte und durch dreimalige Krystallisätion ge¬ 
reinigt wurde, wobei erhebliche Verluste an Allantoin natürlich 
nicht zu vermeiden waren. 
Bei 4 Versuchen wurde das Allantoin schon durch Ein¬ 
dampfen des Harns auf ein kleines Volumen in Krystallen 
erhalten, während beim Eindampfen des normalen Harns keine 
Krystalle gefunden wurden. Im 1. Versuche wurden diese 
Krystalle schon beim Stehen des Harns in verschlossenem 
Belasse ansgeschieden. Beim Hunde Nr. 0 konnten wir beim-, 
Eindampfen sowohl des normalen, als auch des - nach Ver¬ 
giftung producirten Harns keine Krystalle finden. Has, beim 
Eindampfen des Harns auskrystallisirte, Allantoin stellte natür¬ 
lich immer nur einen Bruchtheil der Gesammtmengo des 
Allantoins dar, da letzteres in reichlicher Menge in dem ein¬ 
gedampften Harn gelöst bleibt. Wie gross; der Gehalt des 
Harns an Allantoin sein muss, damit letzteres beim Eindampfen 
direct auskrystallisirt, zeigte uns der Versuch 7, bei welchem 
wir beim Eindampfen des Harns keine Krystalle erhielten, 
aber nach Anwendung der Methode Meissner’s aus dem 
Harn von 2 Tagen 1,2 gr. reines Allantoin abscheiden konnten. 
Bei diesem Versuch hatte der Hund 0,02 gr. Diamjdfculfat auf 
l Kilo seines Gewichtes bekommen. Boi der Untersuchung 
des normalen Harns (bei Fütterung mit Hundezwieback) nach. 
Meissner's Methode und eines Harns, welchen dieser Hund 
nach Einspritzung von 0,01 gr. Diamidsulfat auf 1 Kilo seines 
Gewichts gegeben hatte, fanden wir kein Allantoin.. 
Aus allen Versuchen geht daher hervor, dass entweder 
die Bildung oder die Ausscheidung des Allantoins im Organismus 
nach der Vergiftung mit Diamid ganz erheblich vergrössert wird. 
Bei der Untersuchung des Speichels in den ersten Stunden 
nach der Vergiftung haben wir auch eine kleine Menge einer 
Substanz gefunden, welche in derselben Form, wie das Allan¬ 
toin, krystallisirt und auch unlöslich in Aether und im Alkohol 
ist, schwer in kaltem, leicht in warmem Wasser und in Al¬ 
kalien sich löste. Diese Substanz zersetzt sich auch unter 
Gasentwickelung und Schmelzung bei 228—200°. Ihre Menge
        

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