Bauhaus-Universität Weimar

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233] Du Ausmessung der strömenden Blutvoi-umina. 
Poiseuille’s verlangt, so ist doch auch nicht zu verkennen, dass 
eine Beziehung zwischen beiden Werlben bestehn müsse. — So 
wird man namentlich als sicher annehmen dürfen, dass auch 
die Geschwindigkeit in einem bestimmten Ausschnitt immer 
dieselbe sei, wenn bei sonst unveränderten NViderstandsur- 
sachen der Druck an dieser Stelle zu verschiedenen Zeilen 
gleich gefunden wird, und im Anschluss hieran wird man mit 
Recht behaupten können, dass wenn, alles übrige gleichgesetzt, 
der Druck in einem bestimmten Arterienorl zu verschiedenen 
Zeiten nur wenig von einander verschieden sei, dieses auch mit 
den dort vorhandenen Geschwindigkeiten der Fall gewesen. 
Auf diese einfachen Grundlagen baute ich, als ich zu dem gleich¬ 
zeitigen Gebrauch der Uhr und des Manometers am lebenden 
Thiere schritt. 
Die Anwendung die man von den Manometern an dem le¬ 
benden Thiere machen kann ist offenbar eine viel beschranktere, 
als die welche ein steifes Slromrohr erlaubt. So leuchtet zu¬ 
nächst gleich ein, dass die Anwendung von Manometern dies¬ 
seits und jenseits der Canülen, welche in die,Uhr einmünden, un- 
thunlich ist, denn wenn man dieses ausführen wollte, so würde 
man zu den Ein- und Ausgangswiderstanden der Uhr auch noch 
diejenigen der Einsetzstücke für die Manometer fügen, und so¬ 
mit etwas Neues in den Versuch hineinbringen. — Daraus folgt, 
dass man sich auf die Anwendung von nur zweien der genann¬ 
ten Apparate beschränken muss, die beide mit den metallwan- 
digen Zuflussröhren der Kugeln in Verbindung stehen. Das 
erste dieser Manometer wird dann wie früher vor dem Eingang 
in dio erste, der zweite hinter dem Ausgang aus der zweiten 
Kugel anzubringen sein. Hierdurch verzichtet man also von 
vorneherein auf die Aenderungen des Drucks, welche durch den 
Ein- und Ausgangswiderstand hervorgerufen werdeu. Da die¬ 
ser, wie wir früher sahen, zwar nicht verschwindet, aber doch 
sehr gering war, wenn die Durchmesser der Uhreneingänge 
und der Arterien nicht wesentlich von einander abweichen, so 
ist jetzt aus Gründen der Methode von Neuem darauf zu drin¬ 
gen, dass man sich Stromuhren von mehreren Calibern halte, 
so dass man diese der Normalweite der Arterie möglichst 
anpassend auswählen kann. Schon jetzt bin ich überzeugt, 
dass es zur Vervollkommnung der Versuche am Hunde zweck-
        

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