Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die chemischen Aenderungen der Lebensprocesse in Folge von Sauerstoffmangel. IV. Mittheilung
Person:
Araki, T.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16997/7/
I'hrthi. «lass eine Verminderung des CO.-Gelialtos im Blute 
von einem mit arseniger Säure vergifteten Ilumle auf dabei 
gebildete Milchsäure zu beziehen sei. Ebenso ist es auch eine 
bekannte 1 hatsaclie,' «lass in schweren Fällen des Diabetes') 
wllebliclie Alkalcscenzabnalmie des Blutes mit dem Auf- 
vo" e-Oxybiiltersäure ein constantes Symptom bildet. 
Wenn also bei Sauerstoffmangel der Organismus Alkalien 
/U .Neutralisation der neugebildeten Milchsäure abgibt und die 
le Ziere als Alkalisalz im Harne ausgeschieden wird, so ist es 
selbstverständlich, dass hier auch eine Alkalesccnzabnalime 
■ es bliiles sich geltend machen muss. Obgleich der Befund 
von lia in mars len’) schon vorliegt, dass bei CO-Vergiftmw 
die Alkalescenz des Blutes abnimmt, und die in meinen Unter¬ 
suchungen bei dieser Vergütung constant getändene Mileli- 
s.urobddung ohne Zweifel für diese Alkalientziehung eine 
gelingende Erklärung zu geben vermag, muss es doch als 
unerlässlich angesehen werden, den strikten Nachweis durch 
\ersuche zu führen, in wie Weit überhaupt der Sauerst,df- 
iiiangel einen entschiedenen Einfluss auf die Alkalescenz des 
Ulules ausubt und wie stark dieselbe bei CO- und Amylnitrit- 
veigil'lung etc. vermindert ist. 
Als Versuchsobject habe ich mich ausschliesslich der 
Kaninchen bedient, da bei mehreren Versuchen dies Thier 
hHi als das geeignetste erwiesen hat. 
Zur Bestimmung der Alkalescenz wurde das Blut direct 
aus der Carotis in einer vorher gemessenen Portion con- 
rentrirter Natriumsulfatlösung aufgefangen und mit '/ Nor- 
nialoxalsäurelösung titrirt. Mit sehr empfindlichem Lac,uns- 
papier wurde die Emireaction geprüft. 
Zur Bestimmung des Gehaltes der Leber an Glycogen 
um! an Milchsäure verfuhr ich folgendcrmassen : 
Die Leber wurde schnell gewogen, in siedendes Wasser 
geworfen, zerkleinert, nach ’/,ständigem Kochen wieder zer¬ 
drückt und mehrmals mit Wasser ausgekocht. Die vereinigten 
s U7 A,VlliV f-esPe,'im- ■’»«•»I. U. t’Iiarniakbl.. B,l. IS, 
■) Lehrbuch der physiol, Chemie, S. 61.
        

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