Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Eiweissfäulniss im Darm unter dem Einflusse der Milch, des Kefyrs und des Käses
Person:
Schmitz, Karl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16995/16/
die Eindickung'des Darminhältes schon in den 
unteren Abschnitten des Dünndarms erfolgt, so wäre damit 
schon ein Factor der Herabminderung der Darmtaulniss gegeben, 
Dass es nicht der einzige ist, soll weiter unten gezeigt werden. 
Zunächst wurde bei der weiteren Verfolgung der Frage 
ein Umstand in Betracht gezogen, welchem auch \Y i n t ern i tz 
bei seinen Milchversuchen ins Auge gefasst hat. Es war 
denkbar, dass dit; in dem frischen Käse massenhaft enthaltenen 
Spaltpilze die eiweissspaltenden Bactérien unterdrücken und 
dadurch die \\ irkung des Käses aut dieDarmfäulniss bedingten. 
Um diese Möglichkeit zu prüfen, wurden dem Hunde au 
- Tagen, nachdem er vorher jedesmal gehungert, je 3 Wund 
Kä>e xerabrcicht, welcher zuvor in Blechbüchsen' eingeschlossen 
durch einslündiges Erhitzen im strömenden Dampf stérilisât 
worden war. Es zeigt sich, dass bei Verbitterung des steri- 
lisirten Käses eine ebenso starke oder noch stärkere Ver¬ 
minderung der Darmfäulniss erzielt wurde, als bei. der Einfuhr 
von nicht sterilisirlem Käse. Von einer Wirkung der Milch- 
säurebacterien, wqlche schon im frischen Käse enthalten sind, 
können wir also aut Rrund des zuletzt genannten Versuches 
absehen. 
Ein anderer Versuch führte zur Entscheidung der Frage. 
War nämlich das Casein und die durch dieses bedingte Ein¬ 
dickung des Darminhaltes die alleinige Ursache der Wirkung 
des Käses, so mussten wir mit chemisch rein dargestelltem 
Casein denselben Erfolg erzielen wie mit dem Topfkäse. 
Zu diesem Zwecke wurden 
    

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