Bauhaus-Universität Weimar

5. Mit Goldchlorid entstellt Fällung, auch in stärker ver¬ 
dünnten Lösungen. 
li. Mi 1 Ion’s Reagens erzeugt starken, weissen, flockigen 
Niederschlag. 
7. Gerbsäure gibt nur, wenn sie in concentrirter Lösung 
verwendet wird, Fällung. 
Eine wahrnehmbare Veränderung liess sich nicht er¬ 
kennen, nach Zusatz der folgenden Reagentien: Kalium-Queck¬ 
silber jodid, Rhodankalium, Pikrinsäure und Nessler’s Reagens. 
Die Diamidopropionsäure geht noch eine Reihe anderer, 
wohl charakterisirter Verbindungen ein, die in Folgendem 
beschrieben werden. Es sind Verbindungen mit Basen sowohl 
wie mit Säuren. 
V e r bin d u n g en mit Bas en. 
Diamidopropionsaures Kupfer. 
(CH,.NH, - CH.Nil, - COO),Cu + 4 H,0. 
Das Bromhydrat wurde mit Bleihydroxyd von Brom, 
mit Schwefelwasserstoff von Blei befreit. In der warmen 
Lösung der freien Diamidosäure löste sich frisch bereitetes 
mittelst mehrmaligen Centrifugirens und Dekanthirens sorg¬ 
fältig ausgewaschenes, Kupferoxyd leicht auf. Es entstand 
eine Flüssigkeit von tief dunkelblauer, mit einem Blich in das 
Violette gehenden Farbe. Verdünnte Lösungen zeigen ein fast 
reines Violett. Die Tinktionskraft des Kupfersalzes für Wasser 
1st eine sehr grosse; es gelang beispielweise nicht, bei dem 
Auswaschen des im Ueberschuss zugesetzten Kupferhydroxydes, 
nach mehrstündigem Aufgiesen von viel Wasser, ein voll¬ 
kommen farblos ablaufendes Filtrat zu erhalten, obgleich das 
entstehende Kupfersalz leicht löslich ist. Die Lösung des 
Kupfersalzes kann auf dem Wasserbade ohne Zersetzung ein¬ 
gedampft werden. Der syrupöse Rückstand krystallisirt leicht 
nach Zusatz von Alkohol und einigem Stehen in der Kälte. 
Die dunkelblauen, leicht violetten, gut ausgebildeten 
Krystalle gehören nach einer Bestimmung, die ich Herrn 
Dr. Pom peck ji, Assistenten am hiesigen mineralogischen 
Institute, verdanke, dem monoklinen System an; zerrieben geben
        

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