Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Beziehung des Plasmas zu den rothen Blutkörperchen und über den Werth verschiedener Methoden der Blutkörperchenvolumbestimmung
Person:
Biernacki, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16984/38/
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zeigen. Verhielten sieh die Blutkörperchen vollkommen in¬ 
different gegen die zugesetzte Kochsalzlösung, so wurde dies 
gar nicht stattfinden können und würden die ersten Serum¬ 
portionen viel wasserreicher sein, als die spateren. 
Die Diffusion muss dabei gemäss den von C. A. Schmidt 
aufgestellten Gesetzen in der Weise verlaufen, dass gegen ein 
aus den Blutkörperchen austretendes Ei weissäquivalent ein 
Wasseräquivalent in dieselben hereintritt: somit werden end¬ 
lich die Blutkörperchen des mit 0,6°/# NaCl-Lösung versetzten 
Blutes wasserreicher, als in der Norm. 
So steht es mit dem Princip der M. u. L. Bleib tr eu’schen 
Methode. Was deren Ergebnisse anbelangt, so ist der Umstand 
wichtig (den eben die Verfasser als Prüfstein für die Richtigkeit 
ihrer Methode ansehen), dass sie sich selbst controllirt. D. h. 
sobald mehr als eine Mischung angewandt wird, z. B. drei 
Blut portionen, die eine unverdünnte und die zwei verdünnten 
im Verhältnisse 2:1 und 1:1, so gehen bei der Berechnung 
der Plasmaquantität aus N-Werthen im abgehobenen Serum 
identische Ziffer heraus. So fanden die Verfasser bei Unter¬ 
suchung eines defibrinirten Menschenbildes (aus der Leiche) 
die Werthe 75,11 °/0, 74,8 °/0 und 74,89 °/0; in den Versuchen 
rnit Thierblut in einem Fall: GG,0°/0, G6,9G°/0 und 67,93°/(, 
(V. 11, S. 180), in einem anderen (>0,66°/0, 01,98°/0 und 
59,82 %. u. s, w. -.’y 
Ich habe in ziemlich zahlreichen Sedimentationsver¬ 
suchen die abgeschiedenen Sera mit der K j eldahl-Ar gu¬ 
tin s ky ’sehen Methode (Methylorange als Indicator) auf den 
Stickstoffgehalt untersucht und dann mit den erhaltenen 
Wer then nach dem Beispiel von L. u. M. Bleib treu die 
Berechnung ausgeführt. Die Ergebnisse waren nun Verschieden. 
Ueberhaupt habe ich in k einem Falle eine so völlige Ueber- 
einslimmung der Berochn ungsresultäte erhalten, wie dies in 
der Arbeit der Verfasser der Fall ist; es standen wohl dabei 
die Werthe ziemlich nahe zu einander. In einer andemt 
I leihe der Versuche «lifTorirten sie dagegen seh r stark, trotzdem 
die Versuchsanordnung ganz dieselbe blieb und jeder Untei - 
suclumgsfehler dabei ausgeschlossen war. Jedenfalls waren
        

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