Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Beziehung des Plasmas zu den rothen Blutkörperchen und über den Werth verschiedener Methoden der Blutkörperchenvolumbestimmung
Person:
Biernacki, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16984/28/
scliicht am dünnsten ist, infolge des Druckes u. s. w. hoch¬ 
gradigen Veränderungen : sie werden nämlich ganz blasse 
grosse Blutschatten, Andererseits stellt das ,Mikroskopiren 
von dickeren Schichten mitunter den Nachtheil dar, dass der 
Bodensatz nicht mehr als Mosaik aussieht, sondern eher als 
eine stellenweise homogene schwer bewegliche röthliche Masse, 
in welcher die Gontouren einzelner Blutkörperchen nicht leicht 
oder gar nicht zu unterscheiden sind1), ln dieser Masse sind 
öfter kleine weisse Körperchen enthaltende Lücken sichtbar. 
Jedenfalls sind auch dann neben einer solchen Masse zahl¬ 
reiche Mikrocyten ganz deutlich nachzuweisen. Diese Mikro¬ 
zyten tragen in diesem Falle wie sonst keine Zeichen des 
Wasserverlustes und der Schrumpfung, was bekanntlich in 
jedem frischen Blntpruparate nach einiger Zeit geschieht : 
übrigens spreche ich von dem Bilde, das sofort nach der 
Herstellung des Präparates zu sehen ist. 
Ganz anders verhält sich die Sache, wenn man den 
Bodensatztropfen in einem Tropfen seines eigenen Plasmas 
oder Serums untersucht: es treten dabei .Geldrollen 
mit Körperchen von normaler Grösse, resp. von 
normalern Durclimesser so fo rt auf. Dasselbe geschieht 
auch dann, wenn man das Sediment mit entsprechendem Plasma 
resp. Serum in durch die Sedimentation erwiesenem Verhältnisse 
zusammenmisclit , d. h. ein künstliches Gesammtblut macht 
und einen Tropfen dieses Gemisches untersucht. In beiden 
Fällen wird irn Präparate nicht selten ein Bild widergeben, 
das dem Bilde des frischen nativen Blutes vollkommen ent¬ 
spricht. Dies gilt besonders für das defibrinirte Blut (resp. 
dessen Bodensatz). Beim Untersuchen des Bode n- 
satzes aus nie lit de f i b r i ni r te m Blute k omni en ge¬ 
wöhnlich neben Geldrollen von normalem Dur ch¬ 
in es s e r noch sch r zahl rei che M i k r o c y t e n vo r, die 
keine Geldrollen bilden und deren Zahl nach 5—10 Minuten 
') Eben deswegen eignet sich für die t ntersuehung sehr ’wenig 
die 1Uutkorpercliennlasse, die irn Hämatokrit mittelst des (lentrifugireris 
» i; iiltfii wird, l ehrigens wirkt die Centrifugalkraft sehr bedeutend auf 
«!.*• Ui ltkürjiei'chen ein, was unten näher besprochen wird.
        

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