Bauhaus-Universität Weimar

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vollständig kennen zu lernen'); doch konnte ich uns dem 
Verhalten' der Cellulose-Präparate, in denen jene Substanz 
enthalten war, den Schluss ziehen, dass dieselbe durch heisse 
stark verdünnte Mineralsäuren nur langsam angegriffen wird, 
dass sie dein F, Schulze’schon Reagens widersteht und 
dass sie sich in Kupferoxydammoniak sowie in einem Gemisch 
von Cldorzink und concentrirter Salzsäure auflöst. Im Hin- 
blick auf dieses Verhalten, durfte ich die_genannte Substanz 
wohl lür einen celluIoseähnlichen Körper erklären 
Sollt(‘ man aber der Ansicht sein, dass die yoh mir erwähnten 
Thatsaclien dazu noch nicht das volle Recht geben, so wild 
man doch im Hinblick auf die im Folgenden von mir mjt- 
gelheilten Versuchsergebnisse zugeben müssen, dass die Sub¬ 
stanz, von welcher hier4 die Rede ist, der gewöhnlichen 
Cellulose sehr nahe verwandt ist, und dass man daher für 
dieselbe auch einen Namen wählen darf, durch welchen diese r 
Verwandschaft Ausdruck gegeben wird. 
Zunächst ist darauf aufmerksam zu machen, dass die 
von C i I s o n als P a r a in a n na n bczeichnete Substanz wahr¬ 
scheinlich mit der Mannoso-Cellulose nicht"identisch, sondern 
vielmehr ein Hydrat der letzteren ist. Denn Gilson fand 
bir das über Schwefelsäure oder bei 105° getrocknete Para- 
mannan ( ine Elementarzusammensetzung, welche ungefähr der 
Forim‘I (Jj, 1 \J)U entspricht, nämlich : " 
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M ich vermochte also auch nicht mit Sicherheit zu entscheiden, 
oh die Mamioso-Cellulose durch Jod und Schwefelsäure blau gefärbt wird. 
Doch schien es mir sehr wahrscheinlich, dass dies der Fall ist. Dem 
• in aus einem Gemenge Von Mannose-Cellulose und Dextrose - Cellule» 
bestehendes k a fleece 11 u lose - P rä | ia rat wurde durch das genannte Heagen- 
eben so intensiv blau getärht wie ein reines Präparat von gewöhnlichei 
Cellulose. Ich komme auf dieses Verhalten der bezüglichen 
w. u. noch einmal zurück.
        

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