Volltext: Zur Chemie der Leukozyten (18)

<l«u gestellt worden ist. Abgesehen von der grossen Schwierig¬ 
keit in der Beschaffung derartigen Ausgangsmaterials krank! 
diese Methode au dem ausserordentlich grossen Fehler, das- 
durch die Verdünnung des Plasmas mit dem 60- bis 80fachen 
V olumen Wassers «1er grösste Theil der in Wasser löslichen 
Substanzen, die. wie ich zeigen werde, die Haupt masse der 
Leueocyten ausmachen, verloren geht. ■ 
tun über die eigentlichen primären gewebsbildendei» 
Sn!»stanzen der Leueocyten zu einiger Orientirung zu gelangen, 
habe ich mir die Aufgabe gestellt, «lie Lymphocyten um 
Lymphdrü$«m und «1er, Thymusdrüse in möglichst grosser 
lt«ünlieit zu isoliren. Zu diesem Zwecke winden die aus dem 
Schlachthaus«* kommenden Drüsen von den Blutgefässen und 
dem anhüogendeu Fett sorgfältig befreit, in kleine Stück«* 
geschnitten und in Colirtücher aus grobmaschigem festen 
1 lauf geschlagen, nachher wurden di<‘ ganzen Massen in einer 
1 Tesse stark gepresst und der abfliessende Saft centrifugirl. 
Hierbei muss sorgfältig die Gegenwart von Wasser vermieden 
w«*rden. Der Saft, welcher sich mikroskopisch als ein farb¬ 
loses Serum mit darin suspendirten vollständig gut erhaltenen 
/ Lymphocyten darstelll, wird durch die Centrifuge in eine 
weisse Bodenschicht und eine darüber stehende Flüssigkeit 
zerlegt. Die Flüssigkeit wird abgegossen und, nachdem das 
Mikroskop gelehrt, dass der Bodensatz nur aus Lymphocyt»*n 
bestellt, derselbe in Arbeit genommen. 
Die Lymphocyten der Thymusdrüse des Kalbes sind 
meistens einkernige Zellen, in denen die Masse des Kerns 
diejenige des Cytoplasmas überragt. Unter dem Mikroskop 
sind sie ganz rund, gar nicht gequollen, bei Verarbeitung 
von frischen Drüsen ohne eine Spur von Zerfall. 
;a) Die Eiweisskörper des Cytoplasmas. 
Im Wasserextract der Leueocyten lassen sich zw» i 
Eiweisskörper nachweisen : 
I . Ein Eiweissstoff, der bei der Temperatur von 73 bi- 
75 Grad C. gerinnt ; 
i. ein bei 48 Grad coagulirender EiweissstofL
	        
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