Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchung der Proteinsubstanzen in den lichtbrechende Medien des Auges. II
Person:
Mörner, Carl Th.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16950/10/
|Was nach diesem Vergleiche besonders hervorgehoben 
zu werden verdient, ist,dass die Mukoidstoffe der Hornhaut- 
(irundsubstanz und die des Knorpels nicht identifient werden 
können, sondern wesentlich verschieden sind: dieser Umstand 
an und für sich, abgesehen davon, dass die Knorpel-Grund¬ 
substanz nach neueren Untersuchungen eine ihr besonders eigene 
Substanz, die Ghondroitsäure, enthält, erlaubt uns nicht, die 
Grundsubstanzen der Hornhaut und des Knorpels ais zwei vom 
chemischen Gesichtspunkte aus gleichartige Bildungen anzusehen, 
wozu nicht nur Job. Müller auf seinem primitiven Standpunkte, 
sondern auch v. Mo roch o wetz, nach der Entdeckung des 
( lollagen und des « Mucin » in beiden, sich berechtigt glaubten. 
Weitere Verschiedenheiten zwischen den Mukoidsubstanzen 
der Hörn haut und des Knorpels traten beim Untersuchen ihrer 
Zorsetzungsproducte hervor. Während das Chondromuko'id 
beim Ein wirken von Säuren oder Alkalien unter änderen 
Zersetzungsproducten Albuminat in nicht unbedeutender Menge 
gibt, wie es auch der Fall ist mit Submaxillarismucin (Ham¬ 
marsten1), gibt das Gorneamukoid bei der Zersetzung kein 
Albuminat, wie aus mehreren Versuchen hervorging. 
Reines Gorneamukoid wurde behandelt mit: 1) gesättigter 
Barythydratlüsung während 12 Stunden bei Zimmertempera¬ 
tur; 2) 5 proc. Kalilaugey 2 Tage, bei Zimmertemperatur ; 
3) 5proc,Kalilauge, 14Tage, bei Zimmertemperatur; 4) kochende 
1 proc. Kalilauge während einer Stunde, und 5) kochende 
2 proc. Salzsäure während einer Stunde. Beim Neutralismen 
der also erhaltenen Lösungen entstand niemals ein Nieder¬ 
schlag und im Ganzen genommen konnte weder in den neu- 
tralisirten Lösungen direkt, noch nachdem sie durch Dialyse 
Von den Salzen befreit waren, eine Substanz gefunden werden, 
welche durch Säuren (oder Salzsäure und Ferrocyancalium) 
fällbar war, wogegen Gerbsäure, Quecksilberjodkalium und 
Salzsäure eine reichliche Fällung ergaben. 
Eine nähere Prüfung der also erhaltenen, durch Säuren 
nicht fällbaren Umwandlungs- oder Zersetzungsproducte des 
Leber das Mucin der Suhmaxillardrüse. Zeitschr. f. physiolog. 
Chemie, Bd. 1*2, S. 103, lsS7.
        

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