Bauhaus-Universität Weimar

eine trübe Lösung bildete, rechts drehte, sich mit Jod Wein- 
roth färbte und beim Kochen mit Salz- oder Schwefelsäure 
redueirenden Zucker lieferte. 
Damit ist zweifellos erwiesen, dass bei der Coagulation 
«les Dlutes in gewöhnlicher Weise ein beträchtlicher Th eil 
Glykogen im Niederschlag zurückgehalten wird. Andere Um¬ 
stände mögen noch weitere Verluste bedingen; So ist aus den 
oben angeführten Gründen sehr wahrscheinlich, das« ein Theii 
«les Glykogens auch durch das diastasische Ferment verloren 
geht. Da es uns aber blos darauf ankam, ein Verfahren zu 
linden, welches gestattet, kleine Mengen Glykogen aus Blut 
darzustellen, so haben wir keinen Anlass gehabt, den Gegen¬ 
stand writer zu verfolgen. 
Das muss aber noch besonders hervorgehoben Werden, 
«lass die gewöhnliche Art der Eiweisscoagulalion, der diasta- 
sisciie Process im verdünnten Blut und die Behandlung des 
Glykogens mit Lauge derartige Fehler im Aufsuchen kleiner 
Mengen Glykogen in ei weisshaltigen Flüssigkeiten zur Folge 
haben, dass sich daraus der Misserfolg einiger Forscher bei 
der Untersuchung von Blut und Eiter auf Glykogen in ein¬ 
facher Weise erklärt. 
(>. Nass*- ') trug Blut einesKaninchen!*, eines Hundes und Werde* 
Wut alsbald nach der Gewinnung in heisses Wasser ein, ceagulirte unter 
Zusatz voit Essigsäure, fällte das eingedarnpftc Filtrat mit Alkohol und 
untersuchte den Niederschlag. Die wässerige Losung des* 
...... >!•* 
sich nicht mit Jod und lieferte hei der Digestion mit Speiehel keine Spur 
Zucker, rcducirte jedoch nach mehrstündigem Köchen mit Schwefel¬ 
säure manchmal Kupferoxyd in alkalischer Lösung, aber nur sehr schwach. 
Auch iir dom Niederschlag, welchen Eisessig in dem Filtrat vom eoagn- 
lirten Hint hervorbraehte, konnte keine Spur eines Kohlenhydrats auf- 
gefunden werden. Dieser negative befand erklärt sich schon allein daraus; 
da»s das Glykogen von dem Blutcoagulum zurückgehalten wird. 
I * art u r t h *’) hat das frische Blut dreier einzelner Kaninchen mit. 
Wasser gekocht, das Coagulum längere Zeit ausgekocht, und das Decen t 
nach Brücke untersucht. Es wurde kein Glykogen ; gefunden. Dieses 
negative Resultat erklärt sich aus derselben Ursache, wie das von Nassv. 
D O. Nasse. De inateriis amylaceis nuiii in sanguine mammaliam 
inveniantur disquisitio. Halis 1800, p. 3*2., 
-r Dv Barfurth. Arch. f. mikrosk. Anatomie, Bd. 25, S. 305, 18S.V
        

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