Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchung der Proteinsubstanzen in den lichtbrechenden Medien des Auges. I
Person:
Mörner, Carl Th.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16938/33/
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vollkommen gleich»; nach Kühne1 2) sollte eine Lösung «Kry- 
stalhn» alle Reactionen von Paraglobulin geben, doch nicht 
wie dieses fibrinoplastisch wirken. 
S°lche Angaben können nun, meiner Meinung nach, 
nicht langer aufrecht erhalten werden. 
Mehr Werth muss auf die in der Litteratur verkommenden 
Angaben über das Vorhandensein von Vitellin in der Lin«e 
gelegt werden. Doch hat bis jetzt Niemand die aus dem 
asserextract durch Kohlen- oder Essigsäure direct fällbare 
Globulmsubstanz mit "Vitellin identifleiren wollen, sondern man 
hat, so weit ich aus den sparsamen Mittheilungen hierüber 
sehen kann Vitellin neben der auf die genannte Weise gefüllten 
i.lobulinsubstanz (Krystallin) nachweisen zu können geglaubt. 
So nennt z. B. Gorup-Besanez*) als Bestandteile 
;,e[ Lmsc: Serumalbumin, Globulin und «einen vitellinähn- 
lichen Eiweisskörper». 
Nachdem Laptschinsky3) anscheinend seinen Bericht 
über das Globulin, das durch Fällen des Wasserextractes mit 
Kohlensäure hergestellt wird, abgeschlossen hat, fügt.er hinzu: 
'< Es verdient noch hervorgehoben zu werden, dass wir aus 
«1er Linse eine mit dem Vitellin in ihren Reactionen überein: 
stimmende Globulinsubstanz darstellen können ... » Die 
Herstellungsweise selbst führt er nicht an. . 
Ebenso wenig spricht Hoppe-Seyler‘) sich bei. Dar¬ 
stellung des Vitellin aus der Linse über dessen Zusammen¬ 
hang mit dem aus dem Wasserextract durch Kohlen- oder 
Essigsäure direct fällbaren Globulin aus, sondern gibt er für 
•lessen Herstellung ein besonderes Verfahren an: «Aus Krystall- 
Imsen zieht man das Vitellin nach ihrem Zerschneiden und 
•erreiben mit Steinsalzstückchen in der Porzellanschale mit 
Wasser aus---- Die filtrirte Lösung wird mit viel Wasser 
‘) Loc. cit. 
2) Loc. cit. 
3) Loc. cit. 
Ph5’Si0l0giSChen Ul'd l)a,llolo«ischen chemischen 
1
        

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