Bauhaus-Universität Weimar

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2. indem sie mit Hülfe einer Aussaat von Pénicillium 
glaucum aus beiden Präparaten ihre optisch aktiven 
und zwar nach links drehenden Isomeren darslellten 
die Stärke von deren Aktivität massén und die letz¬ 
tere abermals bei beiden gleich gross fanden; und 
indem sie 
3. aus beiden die entsprechenden Oxysäuren bereiteten ; 
und beim Vergleiche von deren Eigenschaften auch 
die Identität dieser Derivate feststellten; 
Wie man sieht, bedienten sich die verschiedenen Forscher 
zur Feststellung der Isomerieverhältnisse des Leucins zunächst 
dei Synthese und alsdann des Vergleichs eifier oder mehrerer 
\ersdiiedener, auf solche Weise gewonnener Präparate mit 
einem durch Zersetzung von Eiweiss erhaltenen, sogenannten 
natürlichen Leucin. 
Auf den Rath des Herrn Professor Hüfner habe ich 
es unternommen, die Frage nach der Constitution einiger 
natürlicher Leucine durch suecessiven Abbau derselben bis 
zu den ihnen zu Grunde liegenden Capronsäuren direct zu 
lösen. 
Von den gewählten Leucinen waren zwei thierischen 
das dritte pflanzlichen Ursprungs. Das letztere verschaffte 
ich nur durch Extraction von Hefe; die beiden ersten, das 
eine aus Casein, das'andere aus dem Eiweiss des Hämoglobins, 
und zwar durch Kochen dieser Körper mit Salzsäure und 
/"inchlorür nach der von H las i wetz und Habe rin an n’i 
eingeschlagenen, von' Drechsel und Siegfried*! modificierten 
Methode. !■ 
Aus. der Hefe stellte ich mir das Material folgender- 
Massen dar : * 
% . 
Das wässrige Extract von frischer Presshefe wurde 
durch Einlropfenlassen in absoluten Alkohol von dem in¬ 
vertierenden Ferment der Hefe befreit. In dem Filtrat, das 
mich dem Abdestillieren des Alkohols in Folge von Anwesen- 
’) Annal. (1. Chem. u. Pharm., lr,*!, 1S73 
’) B. B. XXIV, 1801, 3. 
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