Bauhaus-Universität Weimar

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Das Letztere ist oingetioffcn. Zahlreiche hierauf bezüg¬ 
liche Untersuchungen haben bewiesen, dass die Eisensalze; 
welcher Art sie auch sein mögen, nach Einführung in 1 den 
Verdauungskanal im Allgemeinen nicht resorbirt werden ; in 
den Fällen, wo die Möglichkeit einer Resorption nicht voll¬ 
ständig ausgeschlossen erschien, geschah es nur in ver¬ 
schwindend geringen Quantitäten, welche in keinem Ver¬ 
bid tu iss zu der grossen Menge des eingenommenen Eisen¬ 
präparates standen. 
Es war also noth wen dig, sich nach ei nein anderen Er¬ 
klärungsgrund für die Wirkung der Eisenmittel umzusehen, j 
und einen solchen gab * Runge 1884 in seiner interessanten 
Abhandlung : «Uebci die Assimilation des Eisens»1). Mehrere 
früher bekannte That Sachen lassen sich durch Bunge’s 
Theorie erklären, und meines Wissens ist bis jetzt nichts zil 
Tilge gefördert worden* was derselben widerspricht. 
Weil unsere gewöhnlichen Nahrungsmittel Eisen ent- 
haltenvnicht unter der Form einfacher Salze, sondern in Gestalt 
von sehr complicirten, organischen Verbindungen (eisenhaltige 
Xucleoalbuminen etc.), welche Bunge besonders studirt hat, 
so hält Run g e diese organischen Eisen Verbindungen für 
resorbirbar Und glaubt, dass sie das unentbehrliche Material 
für die normale I lämoglobinbildung’ausmachen ; andere Eisen¬ 
verbindungen (Salze). sind dazu untauglich2). 
Und ganz unbestreitbar ist* cs ja, dass z. B. der Vogel¬ 
embryo oder das junge Säugethier, welche auf ein einziges, 
*) Zeitsehr. f. phys. C,hernie, Bd. 9. S. 411. v/-- 
■ -) Zu diesen für die Hämoglobinhildung werthvollen organischen 
Eisejiverhindungen wäre indessen das Hämoglobin selbst nicht zu rechnen, 
wie man leicht genug annehmen möchte. Mit der Fleischnahrung werden 
ja recht grosse Mengen Hämoglobin eingeführt., aber der eisenhaltige 
(lomplex desselben wurde bald durch den Verdauungsprocess in Gestalt 
einer unresorbirbaren Verbindung, dem Hämatin, ausgeschieden, das.man 
des^lialh in unverminderter Menge in den Excrementen wiederfinden sollte. 
Die ursprüngliche Synthese des eisenhaltigen Cioirfplexes verlegt 
Bunge ausschliesslich in das Pflanzenreich, so dass der Organismus 
seinen Bedarf an diesem Material direct oder indirect aus vegetabilischen 
Nahrungsmitteln zieht. e
        

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