Bauhaus-Universität Weimar

Das lasst sich in der Weise erklären, dass der Patient 
m de" beobachteten Tagen mehr und eiweissreiphere Nahrung 
zu sich nahm als die, welche er za Hause genoss. Darauf 
können wir entnehmen, dass die Eiweissnahrung eine Erhöhung 
der Diammenbildung bei unserem Cystinkranken bewirkt. Di. 
in den Tabellen milgetheilten Resultate bestätigen ausserdem, 
was die ersten vorläufigen Versuche gezeigt hatten, nämlich 
dass der Patient nur Tetramethylendiamin mit Harn und Fäce^ 
ausscheidet. Die Schmelzpunkte der aus den Fäces gewonnenen 
Benzoylverbindungen der Tabellen bewegen sich zwischen 17n" 
und 174°, was lür die Benzoylverbindung des Putrescin- 
(Sclniielzp. 175°) spricht. Die Benzoylniederschläge aus dem 
Harn, welche etwas niedriger schmolzen, lieferten hach Be¬ 
seitigung einer Beimengung von benzoylirten Kohlenhydraten, 
gleichfalls reines Dibenzoylputrescin. 
^*a®b diesem vorläufigen Versuche bekam der Cystin¬ 
kranke während 8 Tagen neben der gewöhnlichen Kost, welch, 
etwas reducirt wurde, Napfkäse (Pipeleskäse) und Brod. Di. 
Mengen, welche der Patient davon genoss, wechselten zwischen 
200—300 gr. täglich. 
Die Bearbeitung des Harns und Faces erlitt nur jetzt 
die Veränderung, indem der Harn nicht abgedampft, sondern 
direct beiizoylirt wurde. Die hierbei erzielten Resultate sine 
folgende:'..-; XjöB 
Tabelle III. 
arn bei Ernährung mit 
Käse. 
Schmolz- 
Menge der j 
Benzoyl- | Menge 
diamine i des 
Menge «hm 
Benzoy i- 
Cystins 
piyikt. 
för |: Benzoyl* 
eiuen Tag Cystin«, 
berechnet. 
für 
einen Tau 
berechnet. 
... 
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0,005 1,390 
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Datum. 
3. XII. 92. 
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