Volltext: Beiträge zur Kenntniss der Nucleinbasen (17)

Lösung vorhandenen Säure beeinflusst wird. Die letzte Spalte 
<ier Tabelle weist eine ziemlich constante Zahl auf, sodass 
inan aus dieser Spalte eine Correcturzahl für das erhalten .' 
Hesiiltat Berechnen kann. Nimmt man an, dass in 100 eben. 
Flüssigkeit 0.0035 gr, Guanin gelöst bleiben und bringt eine 
entsprechende Gorrectur an, so wird man nach dieser Methode 
lunreiehend gute Resultate erzielen. 
■y llruhns1) hat das Adeninpikrat für eine quantitative 
estmiumngsmethode des Adenins verwerthet. Dieses Salz ist 
ebenfalls äusserst schwer löslich und bietet gegenüber dem 
Guaninpikrat den Vortheil, dass es nicht dissociirt, daher mit 
Wasser ausgewaschen werden kann, und dass seine Abscheidung 
schneller, ja fast momentan erfolgt. Die Pikrate der beiden 
. anderen Nucleinbason galten bisher als leicht lösliche Salze, 
Bruhns konnte das Adeninselbst bei Gegenwart von Hypo¬ 
xanthin quantitativ durch Pikrinsäure fallen, und im Filtrat 
das Hypoxanthin anderweitig bestimmen. Vom Hypoxanthin- 
pikrat sagt Bruhns*), dass es gelbe, in Wasser leicht löb¬ 
liche Pri-m.en darstelle. Es musste daher möglich sein, wenn 
man Guanin, Adenin, Xanthin und Hypoxanthin gemeinsam 
in Losung hat, erstere beiden, bei Abwesenheit von Adenin 
das Guanin allein von den beiden letztgenannten Basen durch 
Pikrinsäure quantitativ zu trennen; 
L<uder habe ich aus Mangel an dem überaus kost- 
baren Xanthin meine Untersuchungen in dieser Hinsicht 
nur aut Adenin und Hypoxanthin, von welchen beiden 
Basen mir eine geringe Menge zur Verfügung stand, ain- 
delmen können. 
Bei Versuchen, aus einer Lösung von Hypoxanthin und 
Guamn letzteres durch Pikrinsäure nach der angegebenen 
Methode quantitativ zu trennen, erhielt ich immer ein be- 
deutendes Plus des abgeschiedenen Pikrates. Es musste also 
Hypoxanthin mitgefallen sein. Desgleichen wies ein Versuch 
der Trennung des Adenins vom Hypoxanthin nach der Mo- 
') Diese Zeitschrift, Bd. 14, S. 540. 
• ) Ebendaselbst. S. 545.
	        
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