Bauhaus-Universität Weimar

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(*)d = + 18,77°. Diese Zahl stimmt mit dem für das Drehungs- 
Vermögen der Xylose angegebenen Werth (a)D = -f 18 bis -j-19® 
überein, so dass die Annahme, es habe Xylose Vorgelegen, 
für eine berechtigte erklärt werden kann, zumal da auch 
die übrigen Eigenschaften des bezüglichen Präparats dieser 
Annahme entsprechen. Denn dasselbe gab beim Kochen mit 
Phloroglucin und Salzsäure eine kirschrothe Flüssigkeit, lieferte 
beim Erhitzen mit 12procentiger Salzsäure viel Furfurol. Der 
Schmelzpunkt der Krystalle lag bei 145° *). Das durch Er¬ 
hitzen mit essigsaurem Phenylhydrazin dargestellte Ös'azon 
schmolz, schnell erhitzt, bei 100,5°8). 
Diese Resultate beweisen also, dass in dem bei Be¬ 
handlung mit F. Schulze’schem Reagenz verbliebenen Rück¬ 
stand (Cellulose) des Buchenholzmehles noch Xy lan vorhanden 
war. Daraus ergibt sich dann weiter, dass das Xylan im 
Buchenholzmehl in mindestens zwei verschiedenen Modi¬ 
fikationen vorhanden ist. Die eine wird beim Kochen mit 
verdünnten Säuren oder durch das F. Schulze’sehe Reagenz 
zerstört, die andere widersteht den Einwirkungen dieser 
Reagentien. 
Koch3) gibt an, dass durch das Schulze’sehe Reagenz 
das Holzgummi bis zu 91°/0 zerstört wird. Diese Angabe- 
bezieht sich aber, wie aus seiner Abhandlung zu ersehen ist, 
auf das aus der alkalischen Lösung vermittelst Alkohol und 
Salzsäure gefällte Holzgummi, nicht aber auf die; Mutter¬ 
substanz desselben. Dass diese Muttersubstanz bei Ein¬ 
wirkung der kalten verdünnten Natronlauge Veränderung 
erleidet, geht auch aus den von mir mitgetheilten That- 
sachen hervor; wie ich oben gezeigt habe, wird das aus dem 
alkalischen Extracte durch Weingeist und Salzsäure gefällte 
’) Tollens (Landw. Versuchstationen, Bd. 3t), S. 430) fand den 
Schmelzpunkt der Xylose neuerdings bei 150—153°, nach früheren v 
Beobachtungen 144—145°. 
*) Nach Tollens (1. c., S. 440) schmilzt Xylosazon bei 160°. 
3) Pharm. Zeitschrift f. Russland, Jahrg. 25, Xo. 38—46. Der Ge¬ 
wichtsverlust des Holzgummis aus Quebracholz betrug nach 6 tägiger 
Maceration a) 90,17, b) 91,56 °(0.
        

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