Bauhaus-Universität Weimar

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normale Menge, während er in den Fällen 6, 7, 8, 9, 10 und 11 
so hoch ist, dass er über den normalen Gehalt weit hinaus- - 
geht. Fall 2 stellt ungefähr in der Mitte zwischen den beiden 
Gruppen. ‘ * 
Die Ursache dieser Steigerung des Milchsäuregehaltes im 
Elul ist schwer zu erklären. Es kann sein, dass entweder 
der hochgradige Sauerstoffmangel in den letzten Stunden des 
Lebens allein dieselbe veranlasst hat, oder aber die Ursache 
daiin liegt, dass das Blut in einigen Fällen der Leiche kurz 
nach dem Tode entzogen wurde, in anderen Fällen hingegen 
erst einen Tag später. Durch Krankheitsgeschichte und Sections- 
prolocoll allein ist man hier nicht im Stande, die Erscheinüngen 
genügend klai zu erledigen; dazu sind noch eine grosse Anzahl 
von Lactatbestimmungcn in verschiedenem Blüte und weitere 
Forschungen in dieser Richtung hin nothwendig. 
Die Methode, die ich zur Lactatbestinirrtung im Blute, 
iv>p. im Ilarn, benutzt habe, ist kurz folgende: 
Das Blut wurde zunächst mit dem dreifachen Volumen 
Alkohol extrahirt und filtrirt, das Filtrat bis Zu Syrupdicke 
eingedampft, darauf mit Aetzbaryt stark alkalisch gemacht 
mul nun mit reichlichen Mengen Aether geschüttelt, um die 
Felle zu beseitigen. Dann wurde der Rückstand mit Phosphor- ’ 
säure angesäuert und fünf- bis sechsmal, je 20 Minuten mit 
stels erneuerter Menge Aether tüchtig geschüttelt, wodurch' 
die vorhandene Milchsäure extrahirt wurde. Der Aetherextract 
wurde abdestillirt und der Rückstand, eine dickflüssige Masse 
ni \\ asser aufgenommen. Die Lösung wurde vorsichtig cin- 
gedampff, um den zurückgebliebenen Aether und die flüchtige 
Nuire zu vertreiben, darauf Zinkcarbonat zugesetzt, aufgekocht, 
dann filtrirt. Die Lösung wurde bis zur beginnenden Krystall- 
hildung abgedampft, dann erkalten lassen und hierauf zur 
völligen Ausscheidung des Zinklaetats einige Tropfen absoluten 
Alkohols zugesetzt und an der Luft bis zur Gewichtscoustanz 
> o icn gelassen. Die Zuverlässigkeit dieser von mir angewandten 
Methode liât College Araki1) seiner Zeit schon eingehend 
geprüft. 
Zeitschrift f. physiol. Chemie, Bd. 15, S. 335. ;. * •
        

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