Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntniss der Einwirkung von Phosphor und von arseniger Säure uzf den thierischen Organismus
Person:
Araki, T.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16898/4/
die Angaben von Storch, Bauer, Frankel undRöhmann 
uni! die Resultate tier Untersuchungen von fl. Meyer von 
Interesse. Die ersteren bezeugen eine erst langsamere, dann 
stärkere Zersetzung der Blutkörperchen, die letzteren eine 
schwächere oder stärkere Lähmung der Herzaction als Wirkung 
des Phosphors. 
Mangel an Sauerstoff konnte nun auf Grundlage der 
bezeichneten Untersuchungen hervorgerufen sein 1. durch 
Lähmung oder Schwächung der Herzthätigkeit ; 2. durch starke 
Verminderung der rothen Blutkörperchen ; 3. durch Aufhebung 
oder Verminderung einer der Leber vindicirten Fahigkeit, 
bestimmte Oxydationsprocesse auszuführen. 
Um über Zusammengehörigkeit und causale Verkettung 
der einzelnen Stoßwechseländerungen ein weiteres Urtheil zu 
gewinnen, habe ich die folgenden Versuche ausgeführt. Zu 
diesen Versuchen wurden gut ernährte Kaninchen und Hunde 
verwendet. Der Phosphor wurde nach der Vorschrift von 
II. - Me y er 1 The il in 100 Theilen Olivenöl aufgelöst und den 
Versuchslhieren unter die Haut gebracht. 
I. Versuche an Kaninchen. 
1. Versuch. 20. Mai 1891. 
Einem Kaninchen wurde 0,01 gr. Phosphor in Oelemulsion 
unter die Haut gebracht. Nach der Injection zeigte es zunächst 
nichts Abnormes. Am folgenden Tage erhielt es wieder 0,01 gr. 
Phosphor subcutan. 24 Stunden nach der zweiten Injection 
wurde es todt gefunden. Der Urin wurde immer auf Eiweiss, 
Zucker, Milchsäure und Leucin und Tyrosin untersucht. 
Datum. 
Urinmenge. 
Reaction. 
Eiweiss. 
Milchitures 
Zink. 
21. Mai 
71 ebcrn. 
alkalisch 
fehlt 
fehlt 
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88 « 
» 
0,37 gr. 
2. Versuch. 24. Mai 1891. 
Ein Kaninchen bekam 0,02 gr. Phosphor subcutan ein¬ 
gespritzt. Nach der Injection schien es ganz normal. Am
        

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