Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntniss der Einwirkung von Phosphor und von arseniger Säure uzf den thierischen Organismus
Person:
Araki, T.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16898/2/
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aüf, nämlich 1. stärkere oder schwächere Lähmung des Herzens, 
2. die Lebererkrankung (Fettinfiltration, Icterus), 3. die Eim 
Wirkung auf die Knochen. Die Zerstörung der Blutkörperchen, 
offenbar im Zusammenhänge mit dem Erscheinen des Icterus, 
ist in ihren Ursachen unbekannt. Die Ausscheidung der Mileh- 
säure hat man versucht, mit der Lebererkrankung im Zu¬ 
sammenhang aufzufassen. Der Phosphor vom Unterhautbinde- 
gewebe oder vom Darme her aufgenommen wird durch das 
Blut als Dampf den verschiedenen Organen zugetragen ; eine 
directe Einwirkung auf das Blut ist nicht beobachtet. 
Da der Gedanke nahe liegt, dass eine Aenderung der 
Bestandtheile des Blutes durch den Phosphordampf doch 
herbeigeführt werden könne, habe ich zunächst einige Ver¬ 
suche bezüglich des Verhaltens der rothen Blutkörperchen 
gegen Phosphor angestellt. 
Am 25. Mai 1831, 1 Uhr, wurden einige Stückchen in 
eine mit verdünnter wässeriger Blutlösung gefüllte Flasche 
gebracht und unter Abschluss der Luft in einer Temperatur 
von 38—40° gehalten. Zur Contrôle wurde gleichzeitig eine 
andere Flasche mit der gleichen Blutlösung gefüllt und ohne 
1 iiosphorzusatz bei der gleichen Temperatur gelassen 
beiden Flaschen wurden von Zeit zu Zeit mit dem Spetw 
sköjie untersucht, ob die Absorptionsstreifen des Oxyhämo 
globins noch sichtbar waren. 4 Uhr 20 Min w 
lösung in der zweiten Flasche dunkel und es land sich jetzt 
nur ein breiter Absorptionsstreif im Spectrum, während dit 
Lösung in der ersten Flasche noch schöne hellrothe Färbung 
und die zwei Absorptionsstreifen des Oxyhämoglobins zeigte! 
f» Lin 20 Min. nahm die Blutlösung in der ersten Flasche 
erst eine dunkelpurpurrothe Färbung an und es vereinigten 
sich die zwei Absorptionsstreifen zu einem breiten Streifen. 
Aus diesem Versuche geht hervor, dass die rothen Blut¬ 
körperchen den locker gebundenen Sauerstoff durch Fäulnis* 
langsamer bei Gegenwart als bei Abwesenheit von 
verlieren. 
Nun war es denkbar, dass die rothen Blutkörperchen 
ihie Fälligkeit einbüsseii, Sauerstoff einerseits locker zu binden
        

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