Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erster Theil: Physiologie des allgemeinen Stoffwechsels und der Ernährung
Person:
Voit, Carl von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16896/138/
130 Voit, Allg. Stoffwechsel. 3. Cap. Der Stoffverbrauch imthier. Organismus etc. 
Nahrung 
Harnstoff 
Fleisch- 
1 
Fett 
Umsatz 
Fleisch 
. 
1. 1500 
0 
109.9 
| 1512 
1500 
0 
110.7 
1500 
0 
109.2 
1500 
150 
102.0 
1500 
150 
103.6 
1500 
150 
107.3 
► 1474 
1500 
150 
106.1 
1500 
150 
104.1 
1500 
150 
102.6 
' 
2. 500 
0 
40.2 
556 
500 
100 
37.2 
520 
500 
0 
40.3 
557 
Es wird demnach unter dem Einflüsse des Fettes weniger Ei- 
weiss umgesetzt. Die Quantität des dabei der Zerstörung entzogenen 
Eiweisses ist jedoch nicht beträchtlich. Absolut beträgt dieselbe bei 
gleichbleibender Fleischration höchstens 186 Grm. frisches oder45Grm. 
trockenes Fleisch und im Mittel nur 7 % (im Maximum 15 %) des 
vorher ohne das Fett zersetzten Fleisches. 
Die procentige Ersparung durch Fett ist bei reichlichen Eiweiss¬ 
mengen in der Nahrung nicht wesentlich anders als bei geringen, 
sie ist also nicht abhängig von der Grösse der Eiweisszufuhr; ja 
selbst die absolute Ersparung ist bei grösseren Eiweissquantitäten 
nicht durchgehends beträchtlicher. Die zu verschiedenen Zeiten beob¬ 
achteten Differenzen in der Ersparung rühren eben nicht nur von 
dem Gehalt der Nahrung an Eiweiss und Fett her, sondern auch 
von der Beschaffenheit des Körpers, vor Allem von dem Verhält- 
niss des schon in ihm befindlichen Eiweisses und Fettes; in einem 
fettreichen Leibe wird mehr Eiweiss unter dem Einflüsse des Fettes 
der Nahrung geschützt und angesetzt als in einem mageren. — 
Bewirkt das Fett einen Ansatz von Eiweiss und wird dabei im 
Verhältniss zum Eiweiss der Nahrung viel Fett gegeben, so dass 
neben dem Eiweiss auch Fett abgelagert und somit die Relation von 
Fleisch und Fett am Körper nicht zu Gunsten des Fleisches geän¬ 
dert wird, wie es bei mittleren Fleischgaben mit reichlichem Fett¬ 
zusatz der Fall ist, so währt der Eiweissansatz lange Zeit an. Wäh¬ 
rend also bei ausschliesslicher Eiweissfütterung von einer gewissen 
unteren Grenze an mit jeder Eiweissmenge in der Nahrung, nament¬ 
lich bei mageren Thieren, in wenigen Tagen wieder das Stickstoff¬ 
gleichgewicht eintritt, wird letzteres bei Fettzusatz durch die Erspa¬ 
rung von Eiweiss ungleich langsamer erreicht. Der Hund von Bischoff
        

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