Bauhaus-Universität Weimar

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Ueber das physiologische Verhalten des Sulfonals. 
You 
Dr. William J. Smith. 
(Der Jiedactiou Er.geganyeu am 2.'. April . 
Vor einigen Jahren habe ich gezeigt1 *), dass bei Eingabe 
von massigen Dosen von Sulfonal die Ausscheidung des’Stiek-"~ 
stolfs im Harn nicht beeinflusst wird*). Auch die Ausscheidung 
der Schwefelsäure wird durch Darreichung von Sulfonal nicht 
verändert. Das Sulfonal selbst geht, wie Käst3 4) in seiner 
ersten Publication angibt, zum weitaus grössten Theile nicht 
unverändert in den Harn über, sondern wird in Form einer 
leicht löslichen organischen Schwefelverbindung äusgeschieden. 
Von Letzterer wurde bisher nur festgestellt, dass sie eine starke 
Säure ist, deren Salze, wie die Säure selbst, in Wässer und 
in Weingeist so leicht löslich sind, dass sie bis jetzt nicht 
rein erhalten werden konnten. 
Die Frage, ob bei Hunden merkbare Mengen von Sul¬ 
fonal in den Harn übergehen,' habe ich früher durch Rein- 
darstellung des im Harn enthaltenen Sulfonals zu beant¬ 
worten versucht und bin auf diesem Wege zu einem durchaus 
negativen Resultate gelangt*). Bald nachher fand ich, dass 
nach Gaben von 3 gr. Sulfonal, wenn Letzteres völlig gelöst 
eingegeben wird, geringe Mengen von unverändertem Sulfonal 
in den Harn übergehen, und dass Spuren von Sulfonal auch 
schon nach kleineren Gaben des Mittels irii Harn wieder¬ 
erscheinen können. Diese Beobachtungen, welche meine 
früheren Angaben in einem Punkte berichtigen, sind schon von 
*) Therapeut. Monatshefte, 18^8, November. 
*) s. Anmerkung am Schluss dieser Mittheilung. 
3) Berl. klin. Wocherischr., 1S88, No. IG. 
4) L- c-> 
Zeitschrift für physioloßische Chemie. XVII. I
        

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