Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss des Cystins und des Cysteins. (Mitgetheilt von E. Baumann)
Person:
Brenziger, K.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16869/1/
Zur Kenntniss des Cystins und des Cystëins. 
' Von •; ■'.'■•'■V ' ; 
Karl Brenzinger. 
(Mitgetlieilt von E. Baumann.) 
(Der. Redaction zugegangen am 25. April 1892.) ■ 
Das Cystin wurde im Jahre 1810 von Wollaston in 
Blasensteinen, welche fast ganz aus Cystin bestanden, ent¬ 
deckt. Als eine schwefelhaltige Substanz ist es von Bau- 
drimont und Malegati (Journal de Pharm., t. 24, p. 003) 
erkannt worden. Uebcr die Zusammensetzung des Cystins 
gingen die Ansichten der Chemiker lange Zeit auseinander. 
Proi.it (Cmelin, Handbuch der org. Chemie, Bd. 5, S. 133) 
war der Erste, der eine Analyse des Cystins ausführte, dabei 
jedoch den Schwefelgehalt desselben übersehen hatte, Welcher, 
wie schon erwähnt, von Baud ri mont und Malegati (loc. 
citato) nachgewiesen worden ist. 
Th au Io w (Annal, der Chemie u. Phann.. Bd. 27, S. 197) 
führte eine vollständige Analyse des Cystins aus, und stellte 
auf Grund der erhaltenen Werthe die Formel C3 H6NS02 auf 
Diese Formel wurde von Cmelin (Lehrbuch der org* Chemie, 
4. Auflage, Bd. 5, S. 133) wegen der unpaaren Atomzahl 
verworfen und durch C,1I7XS02 ersetzt. rï - 
, C r am e r (Jahresberichte 1865, S. 654) betrachtete das 
Cystin als dem Serin analog zusammengesetzt und sprach 
sich für die letztgenannte Formel aus. Dagegen kamen 
Dewar und Garngee zu dem Schlüsse, dass die Zusammen¬ 
setzung des Cystins CSII5NSOs sei (Journ. of Anat. and Phys., 
Bd. 7, S. 142), Dieselben Autoren geben an, dass bei der
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.