Bauhaus-Universität Weimar

schmolz und demnach für Glucosazon erklärt werden 
konnte*). 
Da die aus den verschiedenen Präparaten von Cocos- 
kuchen-Cellulose erhaltenen Glucose-Syrupe ungleiche Quaii- 
liläten von Mannose einschlossen, so ergibt sich die Schluss¬ 
folgerung, dass diese Cellulose in ihrer Zusammensetzung 
variirt. B 
i 
10. Glucose aus Sesamkuchen-CeHulose. Dieses 
Glucose-Präparat enthielt ebenso, wie die beiden Vorigen, 
Mannose und Traubenzucker. Die Mannose wurde 
durch Darstellung des Phenylhydrazons, sowie durch die 
Fällung mit Bleiessig identifient. Dass Traubenzucker 
vorhanden war, geht aus folgenden Versuchsergebnissen her- 
voï. Bei der Oxydai ion durch Salpetersäure lieferte-der 
Glucose-Syrup Zuckersäure, deren Silbersalz bei der Analyse 
folgende Resultate gab: 
a) 0,2920 gr. Substanz gaben 0,1480 gr. =r. 50 70"! A>* 
b) 0,3322 », » 01002 » ^ r.0,03 V T 
während die Theorie 50,94'\ Ag verlangt. Ferner schied 
sah aus dem Filtrat vom Phenylhydrazon der Mannose 
beim Erwärmen ein Osazon aus, welches nach dem Um- 
krystallisiren aus HOprocentigem Alkohol bei 202 — 203° 
schmolz und demnach für Glucosazon erklärt werden kohnte. 
Der Mannose-Gehalt dieses Glucose-Präparats war, nach 
der Stärke der durch essigsaures Phenylhydrazin in der kälte 
hervorgebrachten Fällung zu uriheilen, nicht sehr bedeutend-; 
m üebereinstimmung damit steht es, dass dieses Präparat 
schon nach einigen Wochen zu krystallisiren begann. 
Wie aus den im Vorigen gemachten Mitlheiluiigen zu 
»rsehen ist, haben vvir für zehn Cellulosen verschiedener Her¬ 
kunft den Beweis beigebracht, dass dieselben bei der Hydrolyse 
Traubenzucker liefern. Dazu kommt als elfte noch die 
') Oieses Osazon wurde genau ebenso behandelt, wie auf S 420 ' 
^gegeben worden ist. Auch die Schinelzpunkts-Bestiimnung geschah in 
•lcr w. o. beschriebenen Weise.
        

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