Bauhaus-Universität Weimar

Ueber die Bestimmung der Homogentisinsäure im Alkaptonharn. 
" Von ^ 
E. Baumann. 
(Der Redaction zugeganRf» am 21. December 1801.) 
Vor einiger Zeit habe ich in Gemeinschaft mit M. Wol¬ 
lt ow eine Methode zur quantitativen Bestimmung der Homo¬ 
gen t is in säure beschrieben1), zu welcher einige nachträgliche 
Bemerkungen zu machen die sorgfältigen Beobachtungen von 
Carl Th. Monier (s. vorstehende Publication) mir Veran¬ 
lassung geben. Die genannte Methode beruht auf der Er¬ 
mittelung der Reduction einer ammoniakalischen Silberlösung 
von bekanntem Gehalt durch die Homogentisinsäure. Damit 
nach Beendigung der Reduction sofort beim Filtriren eine 
klare Lösung erhalten wird, ruft man in der vom fein ver- 
theilten Silber getrübten Flüssigkeit einen Niederschlag von 
Calciumcarbonat (durch Zusatz einiger Tröpfen von Chlor¬ 
calcium und A ni mon iumcarbonat) hervor. 
Bei der Beschreibung der Methode ist in Folge eines 
Versehens von mir die Anwendung von concentrirtem 
an Stelle von verdünntem Ammoniak vorgeschrieben 
worden. Thatsächlich ist bei den Bestimmungen von Wol- 
kow und mir immer verdünntes Ammoniak, dessen Gehalt 
zwischen 8 und 10 °/0 schwanken konnte , gebraucht worden. 
Dass dieses der Fall war, wird durch die folgenden Angaben 
bewiesen (1. c., S. 2(H), wo darauf aufmerksam gemacht wird, 
dass statt 10 cbcm. Ammoniak 20 cbcm. zu nehmen seien, 
sobald bei der Bestimmung mehr als 10 cbcm. */io“N.-Silber- 
lösung verbraucht worden seien. Wenn wirklich concentrirtes 
Ammoniak angewendet worden wäre, so hätte sich eine Ver¬ 
anlassung, die Ammoniakmenge zu vermehren, nicht schon 
bei einem Verbrauch von 10 cbcm., sondern erst nach Zusatz 
von 40 bis 50 cbcm. der Silberlösung ergeben können. Dieser 
*) Diese Zeitschrift. Bd. XV, S. 259.
        

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