Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die quantitative Bestimmung der Phenolkörper des menschlichen Harns
Person:
Rumpf
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16853/22/
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Unter solchen Verhältnissen ist eine genaue quan¬ 
titative Bestimmung der Phenolkörper des Harhs 
auf dem seitherigen Wege unmöglich. 
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Damit will ich indessen keineswegs die seitherigen Be¬ 
stimmungen von Munk, Br i eg er, Salkowski fiir° werth¬ 
los erklären. Die Differenzen, welche in der Norm und in 
pathologischen Fällen von sorgfältigen Forschern bei Befolgung 
der gleichen Methode gefunden sind, dürften' sich keineswegs 
durch die Fehlerquellen der Methode erklären. Immerhin 
müssen wir für die Zukunft darnach trachten, eine bessere 
Methode an die Stelle der jetzt geübten zu setzen. 
Vielleicht bietet die von Bau mann zu anderem Zweck 
unternommene Ueberführung der Phenole und Kresole in 
ihre Sulfosäuren bessere Aussichten. 
Haben somit unsere eigenen Untersuchungen der Brom¬ 
phenol- und Bromparakresolverbindungen eine bessere Methode 
der quantitativen Bestimmung der Phenolkörper des Harns 
nicht ergeben, so dürfte doch ein Rückblick auf'die au* dem 
Harn dargestellten Bromverbindungen am Platze sein. 
Ausser einem Farbstoff fanden wir zwei Körper f von 
welchen der in kohlensaurem Natron unlösliche sich als 
Dibromkresol charakterisiren liess. Di«» Aehuliehkert ’mit 
der später dargestellten, in Na,GO, unlöslichen Brompara- 
kresolverbindung bezüglich des anfangs hohen* später tiefer 
werdenden Sc h m e 1 z p u n k t e s. bezüglich der B i o ma b ga be, 
der Bildung von silberglänzenden, absolut gleichen 
Krystallen, des Bromgehaltes dieser ist so gross, 
dass wir die gewonnene Bromverbindung des Harndestillätes 
wohl ohne Bedenken als Dibromparakresol ansprechen 
können. Da dieser Körper an Menge die übrigen übortraf ’ 
>o dürfte das Parakresol wohl den Hauptbestandtheil 
der Phenolkörper des Harns ausmachen, wie dieses auch 
sowohl B a u m a n n als B r i e g e r schon angegeben haben. Die 
weitere aus dem Harndestillat dargestellte Bromverbindung 
charakterisirt sich durch ihren Schmelzpunkt keineswegs’ 
als Tribromphenol. Eine genauere Untersuchung dieses 
Körpers steht noch aus. Doch lässt sich schon jetzt ver-
        

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