Bauhaus-Universität Weimar

219 
Schliesslich will ich noch von einem Versuch berichte)], 
.len ich mit Hilfe von Herrn Dr. Thier fei der ahgestellt habe' 
Es wurde eine Nährflüssigkeit aus 20 gr. Gelatine, 100 gr 
«alle, und 100 gr. Wasser hergestellt. Nachdem sich dasselbe 
gelost halte, wurde es gekocht, schwach alkalisch gemacht, 
filtrirt und in einem Reagensrührchen 2 Tage lang gekocht, 
Am 3. Tage wurden je 5 cbcm. in gut stcrilisirte Reagens- 
rohrchen gegossen, welche beim Erkalten erstarrten. 
Darauf wurde mit gefaulter Galle die Nährflüssigkeit, die 
vorher wieder durch Erwärmen verflüssigt war, geimpft. Die 
erste (I.) Portion erhielt eine Oese von dem Original, die 
2. Portion 3 Oesen von I und die 3. Portion 3 Oesen von II 
Diese geimpften Nährsubstanzen wurden auf slerilisirle 
Platten gegossen und ii; die feuchte Kammer gebracht. Nach 
3 Tagen waren auf Platte 1 unzählige Mikroorganismen 
gewachsen, wenige auf Platte 2, gar keine auf Platte 3. 
Von Platte 2 wurden dicke Stäbchen zur Entwicklung von 
Reinkulturen in die obige Nährflüssigkeit gebracht und'ebenso 
mit dünnen Stäbeben geimpft. Eine dritte nicht geimpfte 
Port.on wurde mit den anderen beiden in einer Temperatur 
von ca. 37“ der Fäulniss ausgesetzt. Nach 7 Tagen ergab 
die Destillation bei der Nährflüssigkeit mit den dicken Stäbchen 
starke Indolreaction, bei der zweiten Portion nichts, des¬ 
gleichen auch bei der nicht geimpften Portion, bei der gar- 
keino Fäulniss eingetreten war. 
Leider hat es mir an Zeit gefehlt, diese Versuche weiter, 
zu verfolgen, sowie noch Controllversuche zu einigen vorher 
erwähnten Untersuchungen anzustellen. Doch hoffe ich später 
darauf zurückkommen zu dürfen. 
Zum Schluss sei es mir gestattet, Herrn Professor 
loppe-Seyler für die Anregung zu dieser Arbeit und 
seine stetige Unterstützung während der Ausführung meinen 
erzhehsten Dank zu sagen. Desgleichen Herrn Dr. Hans 
iicrfelder, jetzigem Assistenten am hygienischen Institut 
zu Berlin, für seine stets bereitwillige Hilfe.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.