Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weitere Untersuchungen über die Aufnahme des Eisens in den Organismus des Säuglings
Person:
Bunge, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16848/4/
176 , ;vv^ÿ/;-ÿ: 
dort bereits einige Zahlen angeführt, aus denen hervorgeht, 
dass der relative Eisengehalt des Säuglings bei der Geburt 
am höchsten ist und mit dem Wachsthum des Thieres ab¬ 
nimmt. Es kam nun darauf an, diese allmälige Abnahme 
durch eine längere Zahlenreihe festzustellen. Wäre meine 
teleologische Betrachtung richtig, so musste man erwarten, 
dass der Eisenvorrath, den der Säugling bei der Geburt mit¬ 
bekommt, gerade in dem Momente erschöpft ist, wo er von 
der ausschliesslichen Milchnahrung zur eisen reicheren Nahrung 
übergeht. Die folgenden Zahlen werden zeigen, dass dieses 
in der That der Fall ist. 
Bei der Feststellung dieser Zahlen hat nian mit der 
grossen Schwierigkeit zu kämpfen, dass zur Bestimmung des 
Eisengehaltes im ganzen Thiere der Inhalt des Verdauungs- 
canales nicht mit darf eingeäschert werden. Derselbe bestellt, 
namentlich nach der Säuglingsperiode, aus Nahrungsresten 
von sehr verschiedenem Eisengehalt nebst Verunreinigungen : 
eisenreichem Sand und Stäub und Eisenrost — vom Benagen 
der Eisenstäbe des Käfigs herrührend — und enthält ausser¬ 
dem noch in den Darm ausgeschiedenes Eisen. Will man 
den DarmInhalt durch Abspülen entfernen, so entfernt man 
einen Theil des Blutes aus der Darmwand mit. An eine 
mechanische Absonderung des Inhaltes von der Darmwand 
ist schon wegen der Zarten, zerreissliehen Beschaffenhei t der 
letzteren nicht zu denken. Es wurde daher der Verdauungs¬ 
canal milsanmit dem Inhalt herausgeschnitten, gewogen und 
vom Körpergewichte abgezogen. Man erhält so für den Eisen¬ 
gehalt der Thiere zwar nicht ganz richtige absolute, dafür 
aber unter einander sehr gut vergleichbare Werthe. 
Das Verfahren war also folgendes : Das Thier wird mil . 
Aether get öd tot und sofort gewogen. Darauf wird zur Ent¬ 
fernung aller an der Oberfläche haftenden Verunreinigungen 
das ganze Thier mit Seife und Wasser reingewaschen und 
zuletzt mit deslillirtem Wasser abgespült. Darauf wird der 
Verdauungscanal vom Oesophagus bis zum Anus herarn- 
geschnitten, gewogen und vom Gewicht des ganzen Thieres 
abgezogen. Das Mesenterium mit den Blutgefässen wird beim ^
        

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