Bauhaus-Universität Weimar

Ueber das Vorkommen von Kohlehydraten im Karn von Thieren1). 
Voll 
Ernst Rons. 
(A is «lern mpdiiinjsch-chemisoli'-ii Laboratorium «1rs Prof. K. iJanunaii'n in Fr.-ibnru i. B | 
(Dor Redaction zuK' gang- n am au. Juni isyl.) 
Die ulte Streit frag»** ob der normale menschliche j tarn 
Kohlehydrate enthalt, ist jetzt zu einem endgiitigen Abschluss 
gebracht und das \ orkommen von geringen Mengen von 
Kohlehydraten im normalen Menschenharn mit Sicherheit 
erwiesen. Landwehr führte den ersten positiven Beweis, 
indem er ein dextrinartiges Kohlehydrat aus normalem Harn 
darstellte, welches er das «thierische Gummi» lianntc. Weiteren 
Aufschluss über diese Verhältnisse brachte eine vor mehreren 
Jahren von Baumann5) angegebene Methode, welche darauf 
beruht, dass Kohlehydrate aus wässerigen Lösungen durch 
die Einwirkung von Benzoylehlorid leicht in Form unlöslicher 
Benzoylverbindungen ausgefällt werden. Um zu erkennen, ob 
eine Flüssigkeit Kohlehydrate enthalt, braucht man sie nur 
mit Benzoylehlorid und Natronlauge zu schütteln, und Bau- 
mann konnte nachweisen, dass jeder normale Menschenharn, 
auf diese Weise behandelt, solche Benzoylverbindungen liefert. 
Genauere Untersuchungen über die Art dieser Benzoylver¬ 
bindungen stellte Wedenski3) an und fand, dass dieselben 
ein Gemenge von zwei Kohlehydraten darstellen, von denen 
’) Unter gleichem Titel als Inaug.-Dissert. erschienen. 
*) Berichte <1. deutsch, chem. Gesellsch., IW., lh. S. IhJlS. 
') Zeitsehr. t; physiol. Chemie. Bd. XIII, 1889-,' S. 1*22. .
        

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