Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Nachweis des Peptons und eine neue Art der quantitativen Eiweissbestimmung
Person:
Devoto, L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16832/9/
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auf Pepton untersucht und in allen Fällen nach meinem Ver¬ 
fahren Pepton gefunden, nach Hofmeister auch in 13 Fällen, 
in einem dagegen nicht. 
In diesem Unterschied zwischen den beiden Methoden 
kann ich nichts Nachtheiliges für mein Verfahren erblicken. 
Bei der Feststellung der Peplonurie handelt es sich ja um 
den Nachweis von nicht coagulablen, der Gruppe der Albu- 
mosen ungehörigen Ei weisskörpern, und dann wäre ein Ver¬ 
fahren, bei welchem die Albumosen minder leicht dem Nach¬ 
weis entgehen, demjenigen viel mehr vorzuziehen als nachzu¬ 
setzen, bei welchem der Verlust an Albumosen ein grösserer ist. 
Mein Verfahren unterscheidet sich weiter von dem Hof¬ 
meisters durch seine grössere Einfachheit in der Ausführung, 
namentlich insofern, als das gesonderte Auställen des Eiweisses 
in Wegfall kommt. Dieses erfordert nicht nur grosse Sorg¬ 
falt und Uebung, sondern, was besonders hervorzuheben ist, 
versagt auch manchmal vollständig, wodurch in solchen Fällen 
die Untersuchung auf Pepton unausführbar wird. Wer die 
Hofmeister’sehe Methode oft angewendet hat, dem werden, 
wie mir und Anderen, Harne vorgekommen sein, aus welchen 
sich eine durch Ferrocyanwasserstoff fällbare Substanz durch 
Eisenchlorid, auch nach genügendem Zusatz von Bleiacetat, nicht 
entfernen lässt. Als Vorzug meines Verfahrens wäre noch zu 
erwähnen, dass bei meinem Verfahren die Biuretprobe in 
ungefärbten Lösungen ausgeführt werden kann, oder doch 
wenigstens in Lösungen, die viel weniger gefärbt sind, als 
die nach Hofmeister’s Verfahren gewonnenen;, ferner, dass 
nach meinem Verfahren die Biuretprobe an einem Object 
nicht blos einmal, sondern öfter angestellt werden kann. 
Wenn ich somit mein Verfahren zum Nachweis des 
Peptons im Harn für einfacher und sicherer halte, als das 
Hofmeister’sche, und es deshalb für weitere Verwendung 
empfehlen zu dürfen glaube, so soll damit jedoch durchaus 
nicht der Werth, welchen Hofmeister’s Verfahren für die 
grundlegende Erforschung der Peptpnurie besessen hat, herab¬ 
gesetzt und Hofmeisters Verdienst um diese Frage ge-' 
schmälert werden.
        

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