Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Nachweis des Peptons und eine neue Art der quantitativen Eiweissbestimmung
Person:
Devoto, L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16832/3/
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und leichter ausführbar, als die Coagulation nach_Scherer. 
Elwas umständlicher ist sie aber durch das Erhitzen der mit ■ 
Salz gesättigten Lösung im Dampf. Doch ist diese Bedingung 
leicht zu erfüllen. Ich habe die Bechergläser in den Dainpf- 
lopf gestellt, dessen sich Soxhlet zum Steriljsjren der Milch . 
bedient. Ohne grössere weitere Vorrichtung lässt sich dazu*' 
aber auch jeder andere Topf benützen; man hat die Gläser 
um aut (ine teste, im Wasser nicht schwimmende t iilcrlago, 
z.B. einen kleinen eisernen Klotz, ein Stück Cement platte ZU 
stellen, oder sie in anderer Weise vor dem Umfallenwährend 
des Kochens zu sichern, und den Topf während des Kochens 
lose bedeckt zu halten. 
Das Erhitzen im Dampftopf lässt sich aber nicht um¬ 
gehen. So genügt es nicht, das Becherglas blos An ein 
kochendes Wasserbad einzutauchen; denn in diesem Falle 
entgeht ein kleiner Theil des Eiweisses der Coagulation, viel¬ 
leicht deshalb, weil die sich an der Wand des Glases empor-v 
■ziehende Flüssigkeitsschicht nicht auf genügend hohe Tem¬ 
peratur gebracht wird. Ebenso wenig ist die Coagulation 
emo so vollständige, wie im Dampfbad, wenn man nach dem 
Sättigen der Lösung mit Ammonsulphat den entstandenen 
Niederschlag abfiltrirt und das Filter in einem Trockenkasten 
mehrere, selbst viele Stunden auf 120° erhitzt. Es ist dann 
in beiden Fällen im Waschwasser noch Eiweiss vorhanden. , 
Nach der Coagulation im Dampftopf ist weder im Filtrat, 
noch in den Waschwässern, selbst wenn das Auswaschen bis 
zur vollständigen Entfernung des Salzes fortgesetzt ist, weder 
durch die Biuretreaction, noch mit Ferrocyankalium und Essig¬ 
säure Eiweiss nachweisbar. Eine gleichfalls empfindliche 
Reaction auf Eiweiss besteht in dem Schichten einer Eiweiss¬ 
lösung auf krystallisirtes Ammonsulphat ; bei Gegenwart von 
Eiweiss bildet sich in der unmittelbar über dem Salz befind¬ 
lichen Schicht ein weisser, ringförmiger Niederschlag1). Auch 
) Bei der Anwendung in dieser Form ist das Heagens empfind* 
i'Hier. als wenn man die Lösung, wie Kauder (Areh. f. exper. PatH 
-U' S- sowie Pohl (das, Bd. 20, S. 42«) die Eiweisslösung mit 
o, 1 — 0,2 ehern, der gesättigten AininonsulpliallOsung misclit. 
Zeitschrift (ür physiologische Chemie. XV. ;».)
        

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