Volltext: Ueber die Bildung von Milchsäure und Glycose im Organismus bei Sauerstoffmangel (15)

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Zur Beantwortung dieser Frage habe ich zwei Analysen 
uusgefülirt. Eine bestimmte Menge des Calciumlactates wurde 
in ein wenig Wasser gelöst., mit Phosphorsäure ungesäuert 
und mehrmals mit Aether geschüttelt. Der klar abgegossene 
Aether wurde abdestillirt und der Rückstand mit Zinkcarbonat 
versetzt. Die Menge des in obiger Weise dargestellten milch- 
sauren Zinks entspricht ziemlich genau der des ursprünglichen 
Calciumlactates. 
Gewicht 
<les Calciumlactates. 
Gewicht 
| den aus Calciumlactat 
darÿ'cstellten Ziuk- 
; lactates. 
Berechnete 
Zahl der Milchsäure 
im Calciumlactat.. J 
. Gefundene 
Zahl der Milchsänre 
im t alciumlactat. 
0,315 gr. 
0,525 v 
0,3 H jrr. 
0,580 
81.051% 
81,051 "/„ 
79.971%. 
80,071 "!„ 
Durch die geschilderten Untersuchungen ist, wie ich 
glaube, nachgewiesen, dass bei Verwendiuig der Phosphor¬ 
säure zur Abtrennung der Milchsäure aus ihren Sälzverbin- 
dungen diese Säure vollständig zur quantitativen Bestimmung, 
und frei von Verunreinigung mit Chlorverbindungen er¬ 
halten wird. 
Zum Nachweise der Milchsäure im Harne vom Frosche 
ist UffelmannV) Eisenehloridreaction Von Marcuse*) 
empfohlen. Ob diese Reaction in allen Fällen brauchbar ist, 
scheint mir doch zweifelhaft. 
Zum Nachweis von Glycose wurden von mir in den zu 
schildernden Versuchen ausser der Reduction von Kupter- 
oxyd in alkalischer Lösung die Gährung, die Darstellung des 
Glycosazons in deutlichen Krystallen und die Circumpölari- 
sationsprüfung benutzt. Zur quantitativen Bestimmung, soweit 
Material hierzu disponibel war, dienten Circümpolarisation 
und Gährung mit Bierhefe. Wenn das vorhandene Unter¬ 
suchungsmaterial nicht sehr reichlich zu Gebote stand, habe 
') Ueber die Methode des Nachweises freier Säure« im Mageninhalt 
Archiv f. klin. Med., Bd. 8. 
Archiv f. d. gesammt. Physiol., Bd. XXXI. 8, 430.
	        
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