Bauhaus-Universität Weimar

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Käfig bemerkt, sofort Watte und Trichter wechseln, sonst 
gellt die Maus unfehlbar im Lauf der nächsten zwei Tage, 
wahrscheinlich durch Kalte, zu Grunde. 
Die Mause betanden sich bei Beobachtung der ange¬ 
führten \ orsichtsmassregeln in diesen Käfigen sehr wohl, wie 
dies die sehr lange Zeit in bester Gesundheit lebenden Ki¬ 
dottermäuse wohl deutlich beweisen. 
Sie pflegten sich in der Watte eine Art Nest mit ver¬ 
schiedenen Flucht röhren zu bauen und sich beim geringsten 
Geräusch darein zurückzuziehen, so dass man, sicher vor 
Fluchtversuchen, die eine -Seile des Trichters aufheben konnte. 
Einige wurden nach 10—14tägiger Gefangenschaft ganz zahm 
und zutraulich. 
hat 
das 
Um 
sich 
die Mäuse von einem Käfig in das andere zu bringen, 
nach vielfachen Versuchen folgendes Verfahren als 
praktischste erwiesen : 
Der Trichter wurde auf der Watteseite vorsichtig etwas 
aufgehoben und die Watte langsam und allmätig durch einen 
feinen Spalt herausgezogen, die Maus sozusagen aus der Watte 
herausgekämmt. 
Unter den watteleeren Trichter wurde eine runde Glas¬ 
platte, die grösser als die Basis des Trichters war und am 
Band einen seitlichen viereckigen Ausschnitt hatte, geschoben: 
der Ausschnitt über den Band der Glasplatte, auf der die 
Trichter standen, hiuausgeschoben, unter den Ausschnitt ein 
mit einer schwarzen Papierhülle umkleidetes cylindi isches 
Glasgefäss gebracht und der Band des Trichters bis zum 
Band der mit Ausschnitt versehenen runden Glasplatte vor¬ 
geschoben, so dass das Loch in der Platte innerhalb des 
Trichters liegt. Nun wird an den Trichter geklopft und 
durch den Lärm geängstigt geht die Maus nach längerer oder 
kürzerer Zeit in das ruhige, dunkle, ihr sicher erscheinende 
Schlupfloch. Das Glasgefäss wird mit einer kleinen Glas¬ 
platte bedeckt und die Maus ist in sicherem sauberem Ge¬ 
wahrsam. 
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In dieser Flasche wurden die lebenden Mäuse gewogen.
        

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