Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bilden sich Cholesterine in Keimpflanzen, welche bei Lichtabschluss sich entwickeln?
Person:
Schulze, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16802/5/
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mit Essigsäure-Anhydrid und concent rirter Schwefelsäure 
geben, so umzugestalten gesucht, dass sie für colorimelrische 
Bestimmungen brauchbar ist. Er fand, dass man eine ziem¬ 
lich beständige Grünfärbung erhält, wenn man in einem 
Probirröhrchen 2 cbcm. einer stark verdünnten, z. B. 0,05 pro- 
centigen Lösung von Gallenstein-Cholesterin in Chloroform 
mit 10 Tropfen Essigsäure-Anhydrid und einem Tröpfen 
Schwefelsäure vermischt (ein etwas stärkerer Zusatz dieser 
Reagentien veränderte die Färbung nicht)., Zur Herstellung 
einer Farbenscala brachte er nun 1,8, 1,6, 1,4, 1,2, 1,0, 
0,8, 0,6, 0,4 und 0,2 cbcm. einer Lösung von 0,05 gr. Gallen¬ 
stein-Cholesterin in 100 cbcm. Chloroform in gleich .weite 
Probirröhrchen, füllte alle mit reinem Chloroform, auf 2 cbcm. 
auf und fügte dann Essigsäure-Anhydrid und Schwefelsäure 
in den oben angegebenen Quantitäten hinzu. Mit Hülfe der 
so gewonnenen Farbenscala vermochte er ohne Schwierigkeit 
in reinen Cholesterinlösungen unbekannter Concentration den 
Gehalt zu bestimmen, indem er dieselben mit den oben 
genannten Reagentien zusammenbrachte und nach Verlauf 
von einer Viertelstunde die Färbung beobachtete. 
Bur chard versuchte nun dieses Verfahren zur Bestim¬ 
mung des Cholesteringehalts thierischer und vegetabilischer 
Substanzen anzuwenden, stiess aber dabei auf Schwierigkeiten. 
Als Versuchsobjecte benutzte er Hundeleber und Gersten¬ 
körner. Diese Substanzen wurden mit Aether extrahirt, die 
Extrade eingedunstet, die Verdampfungsrückstände in Chloro¬ 
form aufgenommen, die so erhaltenen Lösungen mit Essig¬ 
säure-Anhydrid und Schwefelsäure zusammengebracht. Es 
zeigte sich aber, dass eine Färbung, welche die in der be¬ 
schriebenen Weise erhaltenen Extracte schon vor dem Zusatz 
der eben genannten Reagentien besassen, die bei der Reaction 
auftretenden Färbungen so stark beeinflusste^ dass eine Ein¬ 
reihung der letzteren in die Farbenscala unmöglich war. Auf 
Grund dieser Versuche gelangt Burchard auf S. 18 seiner 
Abhandlung zu folgenden Schlussfolgerungen: «So ist denn 
die Cholestol-Reaction wohl ein überaus brauchbares Mittel, 
um die Cholesterine auch in sehr erheblichen) Verdünnungen
        

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