Bauhaus-Universität Weimar

_ Zur Kenntniss des Knochenmarks. 
Von 
Br. phll. P. Mohr. 
. * 
(Au, dem Laboratorium für angewandte mediciniache Chemie des Prof. Dr. W. F. Loebia, », 
an der K. K. Universität Innsbruck.) 
(Der Redaction zugegangen am 13. Februar 1890.) • 
c. Ey 1er ts veröffentlichtem Witt stein’s Vierteljahrs- 
Schrift ) eine Abhandlung über die Zusammensetzung des 
Rindermarkfettes. Er fand in demselben eine neue Fettsäure 
von der Formel H4#Ot, von dem Schmelzpunkt 72,5° C, 
die er mit dem Namen Medullinsäure belegte. Nach seinen 
Angaben bestehen die Fettsäuren des Rindermarkfettes aus: 
46°/0 Palmitinsäure, 
10% Medullinsäure, 
44°/0 Oelsäure. 
Da -’Ey lefts Salze der Medullinsäure nicht darstellte, 
auch sonstige Derivate derselben nicht beschrieben hat, wollte* 
ich an die nähere Untersuchung der Säure herantreten. 
Um die Fettsäuren rein zu erhalten, schlug ich folgenden 
Weg ein : Das aus den Knochen herausgeschälte frische Mark 
wurde auf dem Wasserbade zerlassen, das flüssige Fett durch 
ein leinenes Tuch colirt und die zurückgebliebenen Grieben 
ausgepresst. Das ausgelassene Fett schmolz bei 45—46° C. 
und erstarrte bei circa 33° G. 
') Will stein’s 
two, S. m 
Vicrteljahrssclirilt f. pi act. Pharmacie, Bd. IX.
        

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