Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Benzoesäureester der Kohlenhydrate, des Glykosamins und einiger Glykoside
Person:
Kueny, L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16793/8/
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Diese mit Aether gereinigte Substanz beginnt bei 150° 
zu schmelzen, und ist bei 160-162° vollkommen flüssig. 0. 
Am leichtesten aber erhält man reines Penlabenzoat 
durch Behandlung des Esters mit Essigsäureanhydrid. Zu 
diesem Zwecke wurden, in eine gut trockene Röhre ein- 
geschlossen, 4 gr. des einmal aus Alkohol unikryställisirten 
5- Benzoyltraubenzuekers mit einer überschüssigen Menge von 
Essigsäureanhydrid im Chlorcalciumbad auf lii« erwärmt — 
\ach kurzer Zeit löst sich das Benzoat im Essigsäureanhydrid 
zu einer klaren Flüssigkeit auf. Das Erwärmen wurde 6 Stunden 
lang fortgesetzt. Sofort beim Erkalten erstarrt die Lösung 
zu einer in schönen feinen Nadeln kryslallisirenden Substanz? 
Die erhaltenen Krystalle werden an der Säugpumpe rasch 
filtnrt, mit Eisessig gut ausgewaschen, mit Wasser nach¬ 
gespült, und dann im luftverdünnten Raume über Schwefel¬ 
säure einige Tage lang getrocknet. Der Geruch nach..Essig¬ 
säure bleibt sehr lange haften. Im trockenen Zustande stellt 
der erhaltene Körper feine farblose Nadeln dar. Dieselben 
sind in Eisessig ziemlich leicht löslich, lösen sich aber äusserst 
sclnfei in Alkohol auf, aus welchem Lösungsmittel nicht 
wieder die schönen Nadeln auskrystallisiren, sondern in sehr 
feinen mikroskopischen Kryställchen, die meist zu Kugeln ver¬ 
einigt sind, welche bei 179° schmelzen. 
Das Essigsäureanhydrid ist das einzige Lösungsmittel, aus 
welchem gut ausgcbildete Krystalle erhalten werden können. 
Dic Elementaranalysen dieser Substanz ergaben folgende . 
Zahlen: 
1* ;)na,yse (1er aus Essigsaureanhydrid erhaltenen Krystalle. 0 Ofiio 
    

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