Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Chemie der Pflanzenzellmembranen. I. Abhandlung
Person:
Schulze, E. E. Steiger W. Maxwell
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16785/12/
< lim 11-H ir>o gr. srhalenfreier out lot toter Lupinensamen. Dio 
Leh.mdlung mit Pankreas-'Extract geschah nach den von 
Stiller gegebenen Vorschriften. Den dabei verbliebenen 
Rückstand kochten wir mit 3procontiger Schwefelsäure. Di«} 
zuckerhaltige Lösung wurde ungefähr ebenso verarbeite!, wie 
die in den anderen Versuchen erhaltene. Sie war leicht zum 
Krystallisiren zu bringen. Der so gewonnene Zucker gab 
beim Erhitzen mit Salpetersäure eine reichliche Quantität von 
Schleimsäure. Demnach gelangt man auch aut diesem We^e 
recht gut zum Ziel. 
Aus den im Vorigen-'gemachten Mittheilungen geht her¬ 
vor, dass die Lupinensamen ein«; in Wasser unlösliche Substanz 
enthalten, Welche beim Erhitzen mit verdünnten Mineralsäuren 
1 ';l *a r *0 * li’dert. Da diese Substanz, welche wir als P a rä - 
g a lac tan bezeichnen, sich nicht unverändert von der Cellulose 
trennen lässt, so ist es nicht möglich, ihre Elementarzusammeu- 
setzung direct zu ermitteln; auf ihr<‘ Eigenschaften kann man 
ab«‘r Rückschlüsse aus dein Verhallen machen, welches der 
bei l-iehafidlung der entfetteten Lupinensamen mit verdünnter 
Kalilauge und Wasser übrig bleibende paragalactan- 
haltige Kückstand zeigt. Was wir darüber ermittelt 
haben, soll in Folgendem in möglichster Kürze mitgetheilt 
werden. 
'Venn man den paragalactanhaltigen Rückstand mit 
Salpetersäure vom specifischen Gewicht 1.15 im Wasserbade 
erwärmt, so löst sich ein Tlieil davon unter Entwicklung 
gelbrot her Dämpfe auf. Dunstet man die nach ständiger 
Dauer des Erhitzens durch Glaswolle abfiltrirte Lösung auf 
7, des Volumens ein und überlässt sie dann der Ruhe, so 
scheidet sich aus derselben Sch leim säure aus. 
In der Wärme lässt sich das Paragalactan schon durch 
Mineralsäuren von sehr geringer Concentration in Lösung 
bringen. Als wir eine Portion des paragalactanhaltigen 
Rückstandes ca. » stunden lang mit 1 procentiger Salzsäure 
erhitzten, den iiltrirten Extract zur Vollendung der Ver¬ 
zuckerung nach Zusatz von etwas mehr Salzsäure noch einige 
Stunden lang am Rückflusskühler kochten und sodann auf
        

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