Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Chemie der Pflanzenzellmembranen. I. Abhandlung
Person:
Schulze, E. E. Steiger W. Maxwell
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16785/10/
wiederholtes Umkrÿslallisiren gereinigt worden war1). Dir 
wässrige Lösung der Krystal le reducirte beim Erwärmen dir 
Fehling’sehe Flüssigkeit. Zur Ermittelung des spezifischen 
Drehungsvermögens diente ein mehrfach umkrystallisirtes Prä¬ 
parat des Zuckers. Die in einem Soleil-Ventzke’scheii 
Polarisationsapparat aiisgeführte Bestimmung gab folgendes' 
Resultat: Eino Lösung, welche in 100 ebern. 10,013 gr^ Sub¬ 
stanz enthielt, drehte nach längerem Stehen bei 15° C. im 
-0u mm.-Rohr 47,1° nach rechts. Daraus berechnet sich 
|>1d = +81,37°. 
Nach den von MeissP) ausgeführten Bestimmungen ist für 
einr lOprocentige Cialaclose-Lösung bei 15° Mn = +81,53° 
— rine Zahl, welche der von uns gefundenen sehr nahe liegt. 
Aehnliche Zahlen sind von Toi lens, Rindell und Scheib 1er 
gefunden worden1). Für ein von uns aus Milchzucker 
dargestelltes Galactosepräparat fanden wir unter den gleichen 
Versuchsbedingungen Md = +81,01°. 
Die frisch bereitete Lösung unseres Zuckers besass ein 
stärkeres Drehungsvermögen; dasselbe verringerte sich beim 
Stehen der Lösung bis auf den angegebenen Betrag : der 
Zucker zeigte also B(rotation. 
Beim Erhitzen mit Salpetersäure lieferte der Zucker eine 
reichliche Quantität von Schleimsäure. • Dieselbe war 
schwer löslich in heissem Wasser, zeigte unter dem Mikros¬ 
kop das gleiche Aussehen wie Schleimsäure aus Milchzucker 
oder aus Galactose und schmolz im Capillarröhrchen bei 
ïîlü-fir. 
'I In IVbvreiiistimtmiiig damit stehen die Angaben, welche in 
Kit tig’s Lehrhucli der organischen Chemie, sowie von A. Müntz (Cumpt, 
r.-nd., Bd. nt. S. tôt) und E. Fischer (13er. d. D. Chem. Gesellschaft. 
Md. JO. S. 8Jb) für den Schmelzpunkt der Galactose gemacht werden, 
■während E. 0. von Lippmann (Ber. d. I). Chem. Gesellschaft, Bd. J(). 
S. IOOI) Mis" angieht. 
*’) Journ. f. prakt. Chemie. X. F.. Bd. J-J, S. 10u. 
) M. vgl. « Die Zuckeraiten » von K. O. v. Lippmann, S. St; Ber. 
«I. I>. Chem. Gesellschaft, Bd. 17, s’. liilS und 17:31.
        

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