Volltext: Beiträge zur Kenntniss der Cystinurie (14)

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semen Cyst.nl,est,mmungen von der Voraussetzung airsge- 
gangen dass das Cystin beim Kochen mit fixen AlkX 
und Bleilosung seinen Schwefel vollständig abspalte und 
dass ferner im normalen menschlichen Marli keine andern 
LtëÂieïï:anden’die bei der 
, . Ül* Untcrsucll"n?en von B a u m a n n und G old m a n h ') 
hal«.n dem gegenüber zu einem andern Ergebniss geführt 
Die Ausbeute des Cystinharns an Schwefelblei ist nicht'nur 
abhängig von der Dauer des Kochens, sondern sie ist über- 
i1 naht quantitativ; aus dem Cystinharn noch weniger 
jds aus einer alkalischen Cystinlösung. Wie genau ausge- 
u ule quantitative Versuche zeigten, tritt die Abscheidung 
| es giossern rheils vom überhaupt abspallbaren CystinschweW 
e"‘, '«'•»end fortgesetztes mehrstündiges Erhitzen nur 
-ein langsam eine Zunahme an Schwcfelblei herbeiführt. Aus 
einer alkalischen Cyslinlösung wurde auf diese Weise nach 
na h 8gStm d° ? ^ “ C''nCm künstlich«> Cystinharn: 
h i del cvÎï !,’™’i E,hitZen "Ur 30% der dem vor- 
' C>stm äquivalenten Menge Schwcfelblei erhalten 
<h die Benzoylchloridmelhode konnten die genannten 
£TÄ** •»* **». -*» «.‘Ä 
.. -lch Cjstm oder ein diesem sehr nahe verwandter 
Km per vorfindet, in einer Quantität, die zwar nicht bedeutend 
aber doch der Beachtung worth ist. In, normalen Harn sind 
| arnach ungefähr 0,01 gr. pro Liter Cystin oder einer cystim' 
ähnlichen Verbindung enthalten. ■ 
Schon der letzterwähnte Umstand, dass es durch Schütteln ■ 
" enzoy'Mond gelingt ; auch im normalen Harn Cystin 
•u ermitteln spricht für die Empfindlichkeit dieser Methode 
\ut T ?en ?e,anke" nahe le&on, sich ihrer zur quan- 
ativen Analyse des Cystinharns zu bedienen. Das Verfahren 
gestaltet zudem den positiven Nachweis des im Harn gelösten 
Cystins und ermöglicht dessen Isolirung und Wägung unab- 
8lg Von den übri?cn schwefelhaltigen Körpern des Harhs. 
*) Zeitschr. f. physiol. Chem., Bd. XII, S. 254.
	        
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