Bauhaus-Universität Weimar

I 
Beitrag zur Kn op-Hilf ner’sehen Harnstoff bestimmungsmethode. 
' t 
Von 
R. Luther, stud, ehern. 
(Dor Redaction zugegangen am 30. März 1869.) 
Es ist eine schon lange bekannte Thatsache, dass es bei 
Anwendung der Knop’schen Methode zur Bestimmung des 
Harnstoffs nie gelingt, den Harnstoff vollständig durch unter- 
bromigsaures Alkali zu zerlegen. Ein Theil des Stickstoffs 
bleibt immer in einer bisher noch nicht näher untersuchten 
Form zurück. Wie weiter unten angeführte Experimente 
beweisen, wird ein Theil des nicht in Freiheit gesetzten Sticke 
Stoffs zu Salpetersäure oxydirt, ein anderer Theil dagegen 
bleibt in einer nicht oxydirten Form zurück, so dass er aus 
der Flüssigkeit durch Kochen mit Alkalien oder alkalischen 
Erden als Ammoniak ausgetrieben werden kann. Ueber die 
Form., in der dieser zweite Antheil des Stickstoffs in der 
Lösung verbleibt, können sehr verschiedene Annahmen ge¬ 
macht werden. Es kanb sich Cyan- resp. Cyanursäure bilden1), 
welche letztere bekanntlich mit Harnstoff eine sehr wider¬ 
standsfähige Verbindung bildet’); es können Verbindungen 
l) Foster (Jahresber. d. Chem., 1878, 219; Chem. Soc. J„ 33, 470i. 
Siehe auch Fen ton (Jahresh. <1. Chem., 1878, 352, und Chem. Soc. Jöurn.. 
33, 300), welcher Letztere die Entstehung von Cyansäure durch Ein¬ 
wirkung von unterchlorigsaurem Alkali auf Harnstoff experimentell nach* 
gewiesen hat. 
-) Herzig (Monatshefte d. Chemie, II, 412), 1881.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.