Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die schwarzen Farbstoffe der Choroidea und verwandte Pigmente
Person:
Hirschfeld, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16760/9/
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ihrer ursprünglichen Menge nur einen ganz unbedeutenden, 
zur Analyse nicht hinreichenden, Bodensatz. Zur Entfernung 
der Salzsäure wurde der Niederschlag wiederum einer, mehr¬ 
maligen Behandlung mit Wasser unterworfen, bis schliesslich 
die decantirte Flüssigkeit blaues Laernuspapier nicht mehr 
roth färbte. : 
Nachdem schon durch die Vorversuche fest gesteht wor- ' 
den war, dass der Farbstoff sich in Alkalien beim Erhitzen 
löste, wurden die gesammelten Farbstoffmengen in einen 
Kolben gebracht und mit einer genügenden Menge 2;procontiger 
Kalilauge übergossen. Hierbei möchte ich nur kurz erwähnen, 
dass auch bei der weiteren Behandlung der Farbstoffe Kalium-, 
und Natriumhydrat stets ohne Unterschied zur Anwendung 
gelangten. Schon in der Kälte löste sich ein ziemlich be¬ 
trächt I ici ht Theil des schwarzen Farbstoffes, besonders, wenn 
man den Kolben mehrfach umschüttelte, indem sich die 
Flüssigkeit dunkelbraun färbte, während hei dem Erhitzen 
aut' dem Wasserbade die Färbung alsbald eine viel intensivere 
wurde. Bei diesem Erhitzen auf dem Wasserbade lässt sich 
gleich am Anfänge eine ziemlich beträchtliche Gasentwicklung 
constaliren. Wenn man die entweichenden Dämpfe durch 
ein darüber gehaltenes angefeuchtetes Curcumapapier! prüft, 
so kann man beobachten, dass dasselbe sich binnen Kurzem 
intensiv braun färbt. Es handelt sich hier also um eine Ent¬ 
wicklung von Ammoniak, wie übrigens schon durch den 
Geruch zu erkennen war. Ob zugleich eine Bildung von 
organischen Basen — Methylamin, Trimethylamin etc. - 
beziehungsweise Austreibung derselben durch die Kalilauge 
Vorgelegen hat, ist möglich, aber nicht festgestellt worden. 
Der Entscheid darüber wäre durch eine Platinanalyse der 
durch Destillation aufgefangenen Gase, die aber aus anderen 
Gründen unterblieben war, zu treffen gewesen. Schon nach 
zweistündigem Erhitzen auf dem Wasserbade ist der bei 
Weitem grösste Theil des Farbstoffes in die Kalilauge über¬ 
gegangen. Der beim Filtriren der Braunschwarzen Lösung 
auf dem Filter bleibende Rückstand löst sich ziemlich-voll* 
ständig, bis auf einen geringen ßruchtheil, beim weiteren
        

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